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ManCity: Die "sympathische Lachnummer" bläst zum Angriff

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ManCity: Die "sympathische Lachnummer" bläst zum Angriff

26.09.2011, 11:20 Uhr | t-online.de

ManCity: Die "sympathische Lachnummer" bläst zum Angriff. Manchester Citys neuer Superstar: Sergio Agüero. (Quelle: imago)

Manchester Citys neuer Superstar: Sergio Agüero. (Quelle: imago)

Eine Kolumne von Johnny Giovanni

Man kann nur den Hut ziehen vor der Resistenz von Manchester United. Auch diese Saison weist der Dauermeister der Premier League (12 von 19 Titeln seit Einführung der Spielklasse) bislang wieder seinen Lokalrivalen in die Schranken. Der Supercup ging zu Beginn der Spielzeit nach 2:0-Führung von City noch mit 3:2 an United, und in der Liga hat das Team von Alex Ferguson einen, nun ja, Drei-Tore-Vorsprung vor dem "nervigen Nachbarn", wie Ferguson die Himmelblauen von City einmal nannte.

Nervig vor allem seit 2008, als die Herrscherfamilie von Abu Dhabi 2008 den Klub übernahm. Zuvor galt City – das im Gegensatz zu United innerhalb der Stadtgrenzen beheimatet ist – zwar immer als das ein bisschen coolere Team, woran nicht zuletzt die Edelfans Noel und Liam Gallagher ihren Anteil haben. Es war aber vor allem stets das erfolglosere Team, eine irgendwo sympathische Lachnummer, die chronisch ihren Ansprüchen hinterher hinkte. Seit dem zweiten Weltkrieg gewann man ein einziges Mal, 1968, die englische Meisterschaft. Prompt, und das ist ein Ur-Trauma der City-Fans, holte United ein paar Tage später den Europapokal der Landesmeister.

580 Millionen für neue Stars

Ohne Abu Dhabi wäre es wohl ewig so weiter gegangen, vergleichbar wie mit 1860 und den Bayern in München, auf die City nun bei seiner ersten Champions-League-Teilnahme trifft (Dienstag ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Rund 580 Millionen Euro haben die Scheichs seit der Übernahme für neue Kicker ausgegeben. Zogen sie dabei anfangs noch so manche Niete aus der Lostrommel des Spielermarkts, etwa die Brasilianer Robinho (43 Mio.) und Jô (24 Mio.), so haben sie inzwischen eine motivierte, hochkarätige Allstar-Auswahl beieinander. Nach manch beeindruckendem Auftritt in der noch jungen Saison (fünf Siege, ein Remis) wurde City auf der Insel schon mit dem Team aller Teams verglichen. "Ihr Kader ist stärker als der von Barcelona", sagte etwa Tottenhams Trainer Harry Redknapp – schon bevor seine Spurs zuhause mit 1:5 gegen City verloren.

City-Trainer Roberto Mancini hält die Vergleiche mit Barcelona noch für verfrüht; er will den ohnehin beträchtlichen Druck auf sein Team nicht noch weiter erhöhen. Aber auch er kommt manchmal nicht umhin, über die Kicker zu staunen, die er da aufs Feld schicken kann. So wunderte er sich öffentlich, wie sein spanischer Spielmacher David Silva dem FC Barcelona und Real Madrid durch die Lappen gehen konnte: "Er ist wie Xavi oder Iniesta". Und auch für seinen neuen Stürmer Sergio Agüero hat er schon einen griffigen Vergleich geprägt: "Sergio ist eine Fotokopie von Romário".

Neues Stadion soll alles in den Schatten stellen

Tatsächlich hat der argentinische Stürmer, gekommen für 45 Mio. von Atlético Madrid, eingeschlagen wie ein Naturereignis. In seinen ersten fünf Premier-League-Spielen erzielte er acht Tore, das hatte es seit 1992 nicht mehr gegeben. "Mein Traum ist es, der beste Spieler der Welt zu werden", sagt der Schwiegersohn von Diego Maradona. Macht er so weiter, verwandelt er seine Chancen weiter so zuverlässig, variabel und elegant, dann ist der Traum, mit Erlaubnis von Lionel Messi, nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt, wie das vielleicht im ersten Moment klingen mag.

Auf die Dauer aber, so stellen sich das die Verantwortlichen bei City vor, sollen die Agüeros dieser Welt nicht mehr eingekauft werden. Auch aus Respekt vor dem "Financial Fairplay", mit dem die Uefa ab 2015 ein weitgehendes Gleichgewicht von Einnahmen und Ausgaben vorschreiben will, fokussiert sich City künftig verstärkt auf die Nachwuchsarbeit. Vorige Woche präsentierte Geschäftsführer Brian Marwood die Pläne für das neue Trainingszentrum. Es orientiert sich an der berühmten "La Masia" des FC Barcelona, soll alles in den Schatten stellen, was die Welt bisher gekannt hat, und mindestens 100 Millionen Pfund (115 Mio. Euro) kosten. "Es ist das wichtigste Investment, das dieser Klub jemals gemacht hat", sagte Marwood.

Hightech-Übungswiese

Gleich neben Citys Stadion werden, die noch ausstehende Zustimmung der Stadt voraus gesetzt, 15 Trainingsplätze für 400 Spieler inklusive Klubinternat und einer 7000-Zuschauer-Arena für Jugendspiele entstehen. Drei Jahre lang haben sich die Verantwortlichen bei einigen der bekanntesten Sportklubs der Welt umgeschaut und sich die besten Ideen herausgepickt. So sollen die Übungswiesen für die erste Mannschaft mit verschiedenen Grastypen bepflanzt werden; danach, wo City am kommenden Spieltag antritt, richtet sich die Platzwahl für die Trainingseinheiten zuvor.

"Einen Teil unserer Zehnjahres-Strategie für langfristigen, nachhaltigen Erfolg" nennt Marwood die Pläne. Manchester City, das macht die Initiative deutlich, ist mehr als die Laune eines Scheichs. Es ist nach oben gekommen, um zu bleiben.


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