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Das Sündenregister des José Mourinho

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Die Akte Mourinho

05.10.2011, 17:56 Uhr | dapd

Dieser Mann ist wahrlich kein einfacher Zeitgenosse. Mit schöner Regelmäßigkeit überrascht José Mourinho die Fußball-Welt mit neuen Eskapaden. Die Liste seiner Verfehlungen reicht von illegalen Verhandlungen bis zu wüsten Beschimpfungen:

Februar 2005: Nach einer 1:2-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Barcelona warf Chelsea-Coach Mourinho dem schwedischen Unparteiischen Anders Frisk Bestechlichkeit vor. Frisk erhielt daraufhin Morddrohungen und trat kurze Zeit später als Schiedsrichter zurück. Mourinho wurde für zwei Spielen gesperrt.

Mai 2005: Wegen heimlicher Vertragsverhandlungen mit Ashley Cole vom FC Arsenal in einem Hotelzimmer wurde Mourinho vom englischen Verband (FA) zu einer Geldstrafe verurteilt. Auch der FC Chelsea und Ashley Cole wurden zur Kasse gebeten. Im Wiederholungsfall sollen den Londonern drei Punkte abgezogen werden.

Oktober 2005: Mourinho bezeichnete Arsene Wenger als "Voyeur". Wenger würde immer nur über Chelsea reden. Dieser hatte zuvor über den FC Chelsea gesagt, dass der Klub "ein Stück seines Glaubens" eingebüßt habe.

März 2007: Im FA-Cup-Derby gegen Tottenham Hotspur beschimpfte Mourinho den Schiedsrichter Mike Riley. Englische Medien berichteten, er habe ihn auf Portugiesisch als "Hurensohn" bezeichnet. Der englische Verband leitete kein Ermittlungsverfahren gegen den Chelsea-Trainer ein, da der Schiedsrichter den Vorfall nicht vermerkt hatte.

Februar 2010: Mourinho provozierte den Schiedsrichter beim Meisterschaftsspiel von Inter Mailand gegen Sampdoria Genua mit einer Geste, bei der er seine Hände wie gefesselt übereinanderlegte. Er wollte damit verdeutlichen, dass der Unparteiische in Handschellen aus dem Stadion geführt werden sollte. Der italienische Verband sperrte Mourinho für drei Spiele und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe.

November 2010: Mourinho wurde beim Pokalspiel gegen Real Murcia wegen Diskussionen mit dem Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt und erhielt eine Sperre von zwei Ligaspielen.

April 2011: Mourinho redete sich nach der 0:2-Hinspiel-Niederlage im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona in Rage. Er wisse nicht, woher die Macht der Katalanen komme. Vielleicht liege es ja am Einfluss von UNICEF, sagte er. Zuvor war er in der zweiten Hälfte nach einem höhnischen Applaus für den deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark auf die Tribüne verbannt worden. Resultat: Spielsperre und Geldstrafe.

August 2011: Im Supercup-Finale kam es gegen Ende des Spiels zu Tumulten zwischen den Spielern aus Barcelona und Madrid. Mourinho wollte den Assistenztrainer der Katalanen am Ohr ziehen und stach ihm dabei ins Auge. Zuvor hatte er Superstar Lionel Messi mit einer abfälligen Geste provoziert. Der Portugiese wurde für zwei Supercup-Partien gesperrt.

Oktober 2011: Ersatzspieler Pedro Leon fühlt sich seit seinem Wechsel 2010 vom FC Getafe zu Real von Mourinho gedemütigt. "Du würdest im nächsten Spiel nicht mal dann spielen, wenn das Flugzeug von Real Madrid abstürzen würde und du (als einziger) zu Hause säßest", soll der Coach ihm auf die Frage nach seinem nächsten Einsatz geantwortet haben.

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