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Levante verweist Real Madrid auf den zweiten Platz

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Levante in Spanien erstmals an der Spitze

24.10.2011, 11:18 Uhr | sid

Levante verweist Real Madrid auf den zweiten Platz. Die Spieler aus Levante bejubeln den Sieg beim FC Villarreal. (Quelle: dpa)

Die Spieler aus Levante bejubeln den Sieg beim FC Villarreal. (Quelle: dpa)

Sie trinken Wein und Bier, und nach Spielschluss pfeifen sie sich auch gerne mal eine Pizza rein. Ganz Spanien staunt über das Überraschungsteam UD Levante, das am 8. Spieltag der Primera Division erstmals in der 102-jährigen Vereinsgeschichte an die Tabellenspitze geklettert ist - vor Rekordmeister Real Madrid und Champions-League-Sieger FC Barcelona.

"Es ist kein Märchen, es ist wahr", schrieb verblüfft das Sportblatt Marca. Und die Verfolger rätseln über das ungewöhnliche sportliche Hoch am Mittelmeer.

Die Überraschungself ist in acht Partien noch ungeschlagen und verfügt über die beste Abwehr der Liga. Dabei sind die Valencianer, die wie Barca in Blau-Rot spielen, einer der ärmsten Erstligisten. 2008 erklärte der Klub sich für zahlungsunfähig und musste mit einem Gläubigerverfahren gerettet werden.

Messi verdient das Doppelte der gesamten Mannschaft

Beim Nachbarn FC Villarreal feierte die Mannschaft mit dem 3:0 (2:0) den sechsten Sieg in Folge - Klubrekord. Juan Luis Gomez Lopez, genannt Juanlu (16./43.), und der frühere Hannoveraner Arouna Kone (58.) trafen für Levante, das jetzt 20 Punkte auf dem Konto hat. Real, das Levante am 4. Spieltag 0:1 unterlegen war, bringt es auf 19 Zähler, Barca auf 18.

Nur zum Vergleich: Cristiano Ronaldo und Lionel Messi, die Stars der beiden Groß-Klubs, verdienen jeweils das Doppelte der gesamten Mannschaft von Levante. Die streicht im Jahr nur 6,5 Millionen Euro ein. Der Etat des Underdogs beläuft sich auf bescheidene 22 Millionen Euro, die Eliteteams kommen auf Summen, die rund 20 Mal so hoch sind.

Levante-Präsident: "Es wäre normal, wenn es nicht so weiterginge"

Schier unglaublich erscheint der Höhenflug, wenn man die Transferaktivitäten Levantes in den vergangenen Jahren betrachtet. Die letzten 50 Spieler, die der Verein verpflichtete, kosteten zusammengerechnet 400.000 Euro. Während etwa Barcelona im Sommer für 60 Millionen Euro shoppen ging, gab die Union Deportiva gerade einmal 210.000 Euro aus.

Kein Wunder, dass Präsident Francisco Catalan über den Lauf des Klubs sagte: "Es wäre normal, wenn es nicht so weiterginge." Wobei: Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass sich Levante dauerhaft in der oberen Tabellenregion festsetzen könnte. Die Mannschaft ist zwar billig, aber gut. Sie spielt gut organisiert, stellt mit nur drei Gegentoren die sicherste Defensive in La Liga und gefällt mit schnellem, zielstrebigem Offensivspiel.

Pizza im Teambus

Größter Trumpf der Mannschaft ist aber die Erfahrung. Die Abwehr um Torwart Gustavo Munua, die in Villarreal in der Startelf stand, brachte es auf ein Durchschnittsalter von 34 Jahren. Beim 3:0 unlängst gegen Malaga hatte Levante das älteste Team der Liga-Geschichte auf dem Platz (Schnitt: 31,45). Kapitän Sergio Ballesteros, selbst schon 36, sagt über seinen 31 Jahre alten Nebenmann im Abwehrzentrum: "Nano ist der junge Kerl, den wir zum Brötchen holen schicken und dessen Glatze wir streicheln."

Ein weiteres Geheimnis, berichtete Teamarzt Rafael Plaza kürzlich, liege in den Ernährungsgewohnheiten der Spieler. Trainer Juan Ignacio Martinez erlaube den Profis auch mal ein Gläschen Wein oder eine Flasche Bier, und gegen Pizza im Teambus oder Paella habe er auch nichts.


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