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Real Madrid hat Interesse an neunjährigem Supertalent

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Talente-Wahnsinn geht weiter - Real Madrid interessiert an Neunjährigem

13.12.2011, 16:04 Uhr | sid, t-online.de

Das Tauziehen um junge Supertalente geht weiter und vor allem zwei spanische Top-Klubs mischen munter mit. Ein neun Jahre alter Brasilianer weckt derzeit das Interesse des spanischen Rekordmeisters Real Madrid. Die Königlichen luden Lucas Pedro Obermüller zum Vorspielen ein. Doch das Geschäft mit den jungen Kickern hat auch eine Kehrseite.

In seiner Heimat wird der junge Ausnahmespieler, der Real vom ehemaligen Weltfußballer Ronaldo empfohlen wurde, bereits mit Weltstar Kaka verglichen. Zuvor hatte bereits Erzrivale FC Barcelona den elf Jahre alten Japaner Takefusa Kubo, der als "Messi Japans" gilt, in sein Jugendinternat aufgenommen.

Youtube-Video bringt kleinen Fußballer groß raus

In einem knapp zehnminütigen Video auf der Internetplattform Youtube glänzt der im Fokus von Real stehende Obermüller mit feiner Ballbehandlung, gut getimten Pässen und einem für sein Alter mehr als ordentlichen Schuss. Standesgemäß trägt der Spielmacher in dem fast professionell gemachten Film die Rückennummer zehn.

Kritik an "brutalem" Geschäft mit jungen Fußballern

Das Vorgehen der großen europäischen Vereine bringt aber auch immer mehr Kritik mit sich. Manchester United verpflichtete vor kurzem den fünfjährigen Charlie Jackson quasi aus dem Sandkasten. Es bleibt mehr als zweifelhaft, ob es möglich ist, schon in diesem Alter die größten Talente zu entdecken. In die gleiche Kerbe schlug auch DFB-Sportdirektor Matthias Sammer. "Es gibt keine Talent-Prognose, nur eine Talent-Konstellation." Viele Faktoren beeinflussen die Entwicklung eines jungen Fußballers, nicht nur Verletzungspech, „auch das andere Geschlecht, Partys, Alkohol“, sagte er der "SportBild".

Ehrgeizige Eltern ohne Skrupel

Eine besondere Rolle spielen oftmals auch die Eltern der jungen, begehrten Kicker. Für eine Profi-Karriere ihres Sprösslings sind viele Erziehungsberechtigte zu allem bereit, auch dazu, junge Menschen aus ihrem sozialen Umfeld zu reißen. "Die Eltern wissen nicht, was sie ihren Kindern antun, wenn sie sie mit 13, 14 Jahren schon weggeben. Sie glauben gar nicht, wie viel Heimweh auch ein 16-Jähriger noch erleiden kann. Da werden unter der Bettdecke oft eine Menge Tränen verdrückt“, sagte Herbert Dörenberg, der als Scout arbeitet.

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