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Torhüter nach Fan-Attacke freigesprochen

22.12.2011, 20:11 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Holland: Torhüter nach Fan-Attacke freigesprochen. Torwart Esteban Alvaredo (li.) kann seine Wut nicht im Zaum halten. (Foto: dpa)

Torwart Esteban Alvaredo (li.) kann seine Wut nicht im Zaum halten. (Foto: dpa)

Der niederländische Pokal ist von einem Zwischenfall im Achtelfinalmatch zwischen Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar überschattet worden. Alkmaars Torhüter Esteban Alvarado Brown wurde in der 36. Minute von einem Fan in Kung-Fu-Manier angegriffen, wehrte sich jedoch und traktierte den mittlerweile am Boden liegenden Anhänger seinerseits mit Tritten.

Der Keeper sah dafür die Rote Karte von Schiedsrichter Bas Nijhuis wegen einer Tätlichkeit. Und weil AZ-Trainer Gert Jan Verbeek sein Team daraufhin zusammenrief und die Gästespieler beim Stand von 0:1 geschlossen das Feld verließen, wurde das Spiel abgebrochen. Mittlerweile wurde die Rote Karte jedoch annulliert, da er "hinterrücks überfallen" worden sei.

Gegnerischer Trainer: "Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte"

Der gegnerische Trainer äußerte Verständnis für Browns Reaktion. "Ich habe gesehen, dass Esteban attackiert wurde und sich selbst verteidigt hat", sagte Ajax-Coach Frank de Boer. "Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, aber ich kann ihn mit seinem südamerikanischen Temperament verstehen."

Der Täter, ein betrunkener 19-jähriger Ajax-Hooligan, soll in einer ersten Polizeivernehmung als Grund für seine Attacke angegeben haben, er könne den AZ-Torwart nicht ausstehen. Zudem hätte der Täter gar nicht im Stadion sein dürfen, da ihm wegen früherer Vergehen bereits ein Zutritts-Verbot erteilt worden war.

"Historischer Tiefpunkt für Ajax"

Gastgeber Ajax Amsterdam entschuldigte sich nach dem Abbruch für den Zwischenfall und kündigte eine lebenslange Platzsperre für den Fan an. "Das ist ein schrecklicher Vorfall, den wir als Verein sehr bedauern. Wir bieten unsere ehrlich gemeinte Entschuldigung an. Wir finden das sehr schlecht und das wird der Junge zu spüren bekommen", erklärte Ajax-Finanzdirektor Jeroen Slop auf der Internetseite des Klubs. "Was für ein Wahnsinn. Das ist ein Drama und ein historischer Tiefpunkt für Ajax", sagte Ajax-Interimssportdirektor Danny Blind. Der niederländische Verband kündigte eine Untersuchung an.

Ärger auch nach der Partie

Nach dem Abbruch der Partie kam es zwischen den Fan-Gruppen zu schweren Ausschreitungen. Die Polizei rückte vor der Amsterdam Arena mit Wasserwerfern an und nahm acht mutmaßliche Randalierer fest - vier wegen Gewaltanwendung und vier wegen des illegalen Einsatzes von Feuerwerkskörpern.

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