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Ex-Kapitän von Atalanta Bergamo gesteht Manipulationsversuche

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Doni: Habe Spiele nur manipuliert, damit Atalanta aufsteigt

24.12.2011, 15:08 Uhr | dpa, sid

Ex-Kapitän von Atalanta Bergamo gesteht Manipulationsversuche. Cristiano Doni war nach eigenen Angaben nur um den Aufstieg von Atalanta Bergamo besorgt.

Cristiano Doni war nach eigenen Angaben nur um den Aufstieg von Atalanta Bergamo besorgt.

Im Skandal um manipulierte Spiele von Atalanta Bergamo hat der Ex-Kapitän gestanden. Cristiano Doni gab zu, bei zwei Spielen seines Klubs in der vergangenen Saison der Serie B Absprache-Versuche unternommen zu haben. Damit habe er den Aufstieg seines Vereins in die Serie A sichern wollen. Der Verein, der am Ende der Vorsaison als Tabellenführer den Sprung ins Oberhaus schaffte, habe davon nichts gewusst.

Nach seinem Geständnis wurde der Ex-Nationalspieler gemeinsam mit 16 weiteren Personen am Heiligen Abend aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt.

Doni: Manipulation ja, Wettbetrug nein

Doni bestritt jedoch, Mitglied einer internationalen Wettbetrügerbande zu sein. Diese soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Cremona mehrere Dutzend Spiele in den italienischen Profiligen manipuliert haben. Er habe lediglich im Interesse des Vereins und nicht im Dienst einer kriminellen asiatischen Bande gehandelt, wie die Ermittler vermuten. Der 38-Jährige räumte jedoch ein, auf ein Ergebnis seines Klubs gewettet zu haben. Dies ist Fußballprofis verboten.

Mit diesem Geständnis hofft der Stürmer anscheinend, lediglich wegen Sportbetrugs und nicht wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung bestraft zu werden. Gegen Doni und die übrigen Beschuldigten wird bereits seit dem Sommer ermittelt. Damals hoben die Fahnder in einer ersten landesweiten Razzia die mutmaßliche Bande aus, zu der auch der ehemalige italienische Nationalstürmer Beppe Signori gehören soll.

Verräterische rumänische Telefonkarte

Laut Staatsanwaltschaft soll Doni in der vergangenen Saison im Auftrag einer dubiosen Wettorganisation mit Sitz in Singapur mehrere Serie-B-Spieler kontaktiert haben, um drei Spiele seines Klubs zu manipulieren. Mit einer rumänischen Telefonkarte, die auch von Mitgliedern der asiatischen Organisation benutzt wurde, soll Doni nach Informationen der Staatsanwaltschaft auch mit Verantwortlichen seines Klubs telefoniert und eine Vereinbarung für mindestens ein Spiel - ein 1:1 zwischen Padua und Bergamo im März 2011 - ausgehandelt haben.

Doni selbst soll laut Staatsanwaltschaft 10.000 Euro auf ein Unentschieden gesetzt haben. Dank des manipulierten Spiels soll die asiatische Organisation 23 Millionen Euro gewonnen haben.

Bergamo droht weiter der Zwangsabstieg

Der italienische Fußballverband hatte Doni im Sommer wegen der Verwicklung in den Skandal für dreieinhalb Jahre gesperrt. Der Spieler hatte die Vorwürfe bislang stets bestritten. Sein Verein startete mit sechs Strafpunkten in die neue Saison. Sollte Bergamo von den Manipulationsversuchen seines Ex-Kapitäns gewusst haben, droht dem Klub der Zwangsabstieg.

Vor Doni hatten in der vergangenen Woche bereits Alessandro Zamperini vom Drittligisten Ravenna und Filippo Carobbio vom Drittligisten Spezia ihre Beteiligung an Wettmanipulationen gestanden.

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