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Jürgen Klinsmann will US-Fußball umkrempeln

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Klinsmann: US-Fußball muss umgekrempelt werden

18.01.2012, 14:00 Uhr | dapd

Jürgen Klinsmann will US-Fußball umkrempeln . Blick in die Zukunft: Jürgen Klinsmann hat mit den US-Fußballer viel vor. (Quelle: imago)

Blick in die Zukunft: Jürgen Klinsmann hat mit den US-Fußballer viel vor. (Quelle: imago)

Jürgen Klinsmann hat auch als Nationaltrainer der USA nichts von seinem Ehrgeiz und Reformwillen verloren. Der ehemalige Teamchef der DFB-Auswahl sieht den Fußball in seiner Wahlheimat zurzeit in einer "Übergangsphase", wie der 47-Jährige in einem Interview auf "fifa.com" erklärte. Um zu den großen Fußballnationen aufzuschließen, müsse der US-Fußball umgekrempelt werden. Oder wie Klinsmann es formulierte, "ist eine ganz andere Arbeitsweise erforderlich, auf allen Ebenen".

Diese werde "vom Weltfußball diktiert und von den Teams, die in Europa auf dem allerhöchsten Niveau spielen", sagte Klinsmann.

Forderung nach mehr Leidensfähigkeit

Neben Strukturveränderungen innerhalb des Verbandes stellt der frühere Weltklassestürmer vor allem die mentale Komponente in den Vordergrund: "Man muss leiden, um ganz nach oben zu kommen. Ich lege Wert auf beständige Leistungen und Erfolgshunger." Als Nationalspieler müsse man "30 Minuten zu früh beim Training sein. Ich will, dass meine Spieler diese Einstellung annehmen."

Nach seiner Ansicht unterscheidet sich der Fußball von den klassischen US-Sportarten: "Die Spieler gestalten das Spiel, egal auf welchem Niveau. Das ist für Amerikaner schwer zu verstehen. Im Fußball haben wir sozusagen elf Quarterbacks auf dem Feld."

"Es gibt Talente, die noch nicht angezapft sind"

Ein weiteres Augenmerk liegt für Klinsmann in der frühzeitigen Entdeckung und Förderung von Talenten. "Es gibt definitiv Talente in den USA, die noch nicht angezapft sind", sagt Klinsmann, schränkt aber ein, dass "ein Großteil der technischen Entwicklung von Fußballern im Alter von sechs bis zwölf Jahren" erfolgt. Aber "so weit sind wir noch nicht."

Der Welt- und Europameister hat das US-Nationalteam im Juli 2011 von Bob Bradley übernommen. In sieben Spielen unter Klinsmanns Leitung gewann die Mannschaft bislang lediglich zwei Mal und verlor vier Partien. Zuvor war er im April 2009 als Trainer des Bundesligisten FC Bayern München entlassen worden.

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