Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > Fußball international >

China verhaftet früheren WM-Schiedsrichter

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

China verurteilt Schiedsrichter und Funktionäre zu langen Gefängnisstrafen

16.02.2012, 11:55 Uhr | dpa

China verhaftet früheren WM-Schiedsrichter. Der frühere WM-Schiedsrichter Jun Lu wurde verhaftet. (Quelle: imago)

Der frühere WM-Schiedsrichter Jun Lu wurde verhaftet. (Quelle: imago)

Im Schmiergeld- und Wettskandal des chinesischen Fußballs sind vier bekannte Schiedsrichter, darunter ein WM-Referee, zu hohen Haftstrafen von dreieinhalb bis sieben Jahren verurteilt worden. Der bekannteste chinesische Schiedsrichter, Lu Jun, der 2000 bei Olympia in Sydney und 2002 bei der WM in Südkorea und Japan gepfiffen hatte, muss fünfeinhalb Jahre in Gefängnis.

Er wurde wegen seiner internationalen Reputation in China als "goldene Pfeife" berühmt. Doch soll er umgerechnet 98.000 Euro Bestechungsgeld angenommen haben, um den Ausgang von sieben Spielen der chinesischen Liga zu beeinflussen. Hintergrund der Spielabsprachen sind die gigantischen Gewinne durch illegale Fußballwetten. Nach offiziellen Schätzungen wird das Volumen der Sportwetten auf etwa 120 Milliarden Euro im Jahr geschätzt.

Sogar Todesstrafe drohte

Lu stieg 2002 in Japan und Südkorea zum ersten chinesischen Schiedsrichter eines WM-Endrundenspiels auf. Er leitete die Gruppenspiele Kroatien gegen Mexiko (0:1) und Polen gegen USA (3:1). Wenig später geriet er in seiner Heimat in Verdacht. Zwischenzeitlich hatte ihm wegen seiner Verfehlungen sogar die Todesstrafe gedroht.

Untersuchungskommission eingesetzt

Wegen der weit verbreiteten Korruption in Chinas Fußball, die die Fußballfans zur Verzweiflung und aus den Stadien treibt, hatte die Regierung 2009 eine Untersuchungskommission eingesetzt. Bei den Ermittlungen wurden Dutzende von Verbandskadern, Spieler und Schiedsrichter festgenommen und verhört.

Vier Schiedsrichter müssen in den Knast

Die höchste Strafe in diesem Prozess erhielt Schiedsrichter Huang Junjie mit sieben Jahren Haft. Er soll in 21 Fällen insgesamt 190.000 Euro kassiert haben. Sein Kollege Wan Daxue muss für sechs Jahre hinter Gitter. Er soll etwa 114.000 Euro angenommen haben, um vor allem bei den chinesischen Meisterschaften für eine bestimmte Seite zu pfeifen, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Schiedsrichter Zhou Weixin erhielt dreieinhalb Jahre Haft. Ihm wurde nachgewiesen, mit 59.000 Euro bestochen worden zu sein. Zudem habe er als Vermittler von Schmiergeldern an andere Schiedsrichter bei acht gezinkten Spiele fungiert, schrieb die Staatsagentur.

Auch Funktionäre landen im Gefängnis

In dem Prozess in Dandong erhielten auch zwei Funktionäre der chinesischen Superliga (CSL) Haftstrafen. CSL-Manager Lu Feng soll Geld von der Sportentwicklungsfirma Zhongyi angenommen haben. Er muss für sechseinhalb Jahre hinter Gitter. Ligafunktionär Yang Feng wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt. Zwei Mitarbeiter von Zhongyi wurden zu Strafen von einem und eineinhalb Jahren verurteilt.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal