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Manchester-Derby entscheidet über den Titel

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Mit Herz und Seele ins Liga-Endspiel

29.04.2012, 17:00 Uhr | dapd

Manchester-Derby entscheidet über den Titel. Manchester-Derby: City-Stürmer Agüero hält United-Verteidiger Ferdinand. (Quelle: imago)

Manchester-Derby: City-Stürmer Agüero hält United-Verteidiger Ferdinand. (Quelle: imago)

Um zu begreifen, was dieses Spiel bedeutet, genügt eine einzige Zahl: 1968. In jenem Jahr nämlich ging es bei einem Manchester-Derby letztmals für beide Klubs um die Meisterschaft. Damals gewann Manchester City 3:1 bei United und holte am Ende den Titel in England.

Torschützenkönig wurde dafür United-Profi George Best. Der legendäre Best, Held des Rasens und der Trinkhallen, ist lange tot. Und Manchester City träumt seit 44 Jahren von der nächsten Meisterschaft.

Mit einem Sieg könnte City die Spitze übernehmen

Vor der 162. Auflage des Stadtduells sagt Uwe Rösler: "Es ist das bedeutsamste Derby seit Jahrzehnten. Die Spannung kann nicht übertroffen werden, in der Stadt und in England." Rösler, der von 1994 bis 1998 als Stürmer bei City Kultstatus erworben hat, siedelt dieses Aufeinandertreffen selbst höher an als den spanischen Clasico. "Hier kämpfen zwei Mannschaften aus der gleichen Stadt drei Spiele vor Schluss um die Meisterschaft", sagt der ehemalige Bundesliga-Profi. "Das gibt es wohl sonst nirgends auf der Welt. Mehr geht nicht."

Tatsächlich kommt die Begegnung am Montag im Stadium von Manchester City einem Endspiel um die englische Meisterschaft gleich. Nur zwei Spieltage verbleiben danach. Mit einem Sieg kann City den alten Rivalen aufgrund der besseren Tordifferenz überholen. Die lange gehegte Sehnsucht nach dem Titel wäre dann ganz kurz vor der Erfüllung.

Kantersieg im Hinspiel bei United

Die Schere zwischen beiden Klubs hat sich seit 2008 wieder rasant geschlossen, nachdem sie zu Röslers Zeiten Ende der Neunzigerjahre so eklatant auseinandergeklafft war: Damals stieg City erst in die zweite und dann in die dritte Liga ab, während United zur besten Mannschaft Europas wurde. Doch dann übernahm die Abu Dhabi United Group City für 250 Millionen Euro - und holte für jede Menge Geld jede Menge schillernde Stars wie Sergio Agüero, Carlos Tevez und Mario Balotelli. Der FA-Cup-Sieg im vergangenen Jahr war erster Lohn für die horrenden Ausgaben.

In dieser Saison schien zunächst City der Meisterschaft sicher entgegen zu steuern, 6:1 gewann das Team von Roberto Mancini im Oktober das Hinspiel im Old Trafford. Das Geld der Scheichs schoss viele Tore. Dann kam United wieder groß auf, schien schon so gut wie durch - und verschenkte in den letzten drei Spielen plötzlich fünf Punkte. "Nach unserer Niederlage gegen Arsenal war ich schon davon ausgegangen, dass alles vorbei ist", sagte City-Verteidiger Pablo Zabaleta, der vor seinem 150. Einsatz für seinen Klub steht.

Ferguson kann Derby-Niederlagen kaum verkraften

"Wir haben City die Initiative übergeben, keine Frage", erklärte Alex Ferguson vor seinem 45. Manchester-Derby als Coach von United. Die Partie sei nun ein "Entscheidungsspiel um den Titel". Sein Kollege Roberto Mancini, der Skandalprofi Balotelli wohl fürs Derby begnadigen wird, wiegelte dagegen ab. Für die Fans sei es vielleicht das Match des Jahres. "Aber für uns ist es nur ein weiteres Spiel. Und danach kommen noch zwei weitere, harte Partien."

Konter Ferguson: "Roberto will den Druck von seinen Spielern nehmen. Das wird uns nicht beeinflussen." Auf Unentschieden wolle man jedenfalls nicht spielen. Schon alleine um die Schmach des Hinspiels wiedergutzumachen, der schlimmsten Niederlage in Fergusons 26-jähriger Amtszeit. Derby-Niederlagen taten dem ehrgeizigen Schotten immer schon besonders weh. In seiner Frühzeit als United-Coach kam er 1989 mit 1:5 bei City unter die Räder. Zuhause marschierte er direkt ins Bett. Seiner Frau, so erzählte er, konnte er vor Schock und Schmerz kaum erklären, was passiert war.

Global Player mit Wurzeln im Arbeitermillieu

Michael Owens Treffer zum 4:3 in der Nachspielzeit 2009, Wayne Rooneys Fallrückzieher im vergangenen Jahr - auch diesmal wird das Manchester-Derby wieder seine Geschichten erzählen. Alles hat sich schließlich nicht geändert mit der Ankunft der reichen Herren aus der Wüste. "Manchester City ist Manchester City. Es ist ein Verein der arbeitenden Bevölkerung", sagt Uwe Rösler. Der Verein sei zwar nun zum Global Player aufgestiegen. "Aber 'heart and soul', die Stadt, die Fans, das ist alles geblieben."

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