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Glasgow Rangers auf Provinztour

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Glasgow Rangers auf Provinztour

12.08.2012, 13:21 Uhr | dpa

Glasgow Rangers auf Provinztour. Die Fans bleiben den Glasgow Rangers trotz der Unterklassigkeit weiter treu.

Die Fans bleiben den Glasgow Rangers trotz der Unterklassigkeit weiter treu. (Quelle: dpa)

Peterhead (dpa) - Die Provinz klingt trostlos. Und manchmal trägt sie Namen wie Peterhead, Stirlingshire oder Berwick. Für die Glasgow Rangers ist dieser Alptraum Wirklichkeit geworden. Der 54-malige Meister ist in dieser Saison auf einer Tournee durch das schottische Niemandsland: die vierte Liga.

Erstmals in seiner Historie muss sich der frühere Branchenprimus durch die Niederungen des Vereinsfußballs mühen. Die Eingewöhnung hat erst begonnen. "Wenn irgendeiner denkt, das hier wird ein Spaziergang, dann liegt er falsch", schäumte Rangers-Trainer Ally McCoist nach dem ersten Vorgeschmack am Samstag. 2:2 gegen den FC Peterhead - ernüchternder kann ein Auftakt kaum sein. Besonders bitter: Die Rangers taten sich vor 4485 Zuschauern im unglamourösen Balmoor Stadium enorm schwer. Gegen die tapferen Underdogs bewahrte erst Andy Little Glasgow mit einem Last-Minute-Tor vor einer Blamage.

"Wir dürfen nicht so nachlässig verteidigen", zürnte der frühere schottische Nationalspieler McCoist, für den sich die vierte Liga auch wie eine unheimliche Begegnung der dritten Art anfühlen muss. Für die Rangers ist sie nur folgerichtig.

Der 33-malige Pokalsieger protzte jahrelang auf dem Transfermarkt, zahlte Gehälter auf Niveau der englischen Premier League. Aussicht auf Rendite? Gleich Null. Im Februar mussten die Rangers Insolvenz anmelden. Die Schulden beliefen sich auf rund 166 Millionen Euro.

Immerhin dürfen sich die Rangers nun Hoffnungen auf neue Spieler machen. Der Eigner von Erstligist Newcastle United, Mike Ashley, möchte Medienberichten zufolge Anteile an dem 1873 gegründeten Club erwerben. Das Okay des schottischen Verbandes vorausgesetzt, könnten die Rangers dann bis zu neun "Magpies"-Spieler ausleihen.

Der neue Rangers-Chef Charles Green hätte sicher nichts dagegen. Schließlich will er so schnell wie möglich wieder mit dem ewigen Rivalen Celtic Glasgow um Meistertitel kämpfen. "Der Verein hat 140 Jahre Geschichte, und wir arbeiten an den nächsten 140 Jahren", sagte Green. Unter dem neuen Namen The Rangers Football Club Limited sollen die Ziele verwirklicht werden.

Für die vierte Liga wirken die Rangers jedenfalls wie ein Aufputschmittel. Die Medien berichten, Clubs wie East Stirlingshire oder Elgin City, die außer Steilhängen oder Whisky-Brennereien wenig zu bieten haben, sehen die Duelle als Höhepunkte.

"Ich hoffe, dass die Leute die vierte Liga jetzt respektieren", sagte Peterheads Trainer Jim McInally nach dem Remis. "Ich bin stolz darauf, dass die Rangers enttäuscht sind und nicht ohne Punktverlust durch diese Saison gehen." Für den nächsten Tiefschlag könnte Stirlingshire sorgen. Gegen den Club aus Falkirk bestreiten die Rangers an diesem Samstag ihr erstes Viertligaheimspiel.

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