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Aufregung um "Stinkefinger" von Schweiz-Coach Hitzfeld

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Nach Doppel-"Stinkefinger": Hitzfeld droht Ungemach

13.10.2012, 19:39 Uhr | dpa

Aufregung um "Stinkefinger" von Schweiz-Coach Hitzfeld. Trainer Ottmar Hitzfeld fasst sich mit dem Finger an die Nase.

Trainer Ottmar Hitzfeld fasst sich mit dem Finger an die Nase. (Quelle: dpa)

Bern (dpa) - Ausgerechnet der normalerweise so höfliche und besonnene Ottmar Hitzfeld hat in der Schweiz mit einer unflätigen Geste für Aufregung gesorgt.

Im WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen zeigte der frühere Bundesliga-Trainer zweimal den "Stinkefinger" und muss nun eine Sanktion durch den Fußball-Weltverband fürchten. Die FIFA werden den Fall studieren und gegebenenfalls weitere Schritte einleiten, erklärte eine Sprecherin am Wochenende. "Das hat dem religiösen Welttrainer der Jahre 1997 und 2001 keiner zugetraut", schrieb das Boulevardblatt "Blick" am Sonntag.

Hitzfeld entschuldigte sich nach dem enttäuschenden 1:1 in Bern für sein Verhalten - als Beleidigung in Richtung Schiedsrichter Fernandez Borbalan sei der zweimal ausgestreckte Mittelfinger in der Pause und nach dem Abpfiff aber nicht gedacht gewesen. Vielmehr habe die Geste ihm selbst gegolten, "weil ich stinksauer war über mich, und weil wir die drei Punkte nicht gewonnen haben".

Ob ihm die FIFA das glaubt? Auf den Bilder des Schweizer Fernsehens, die am Sonntag ins Internet gestellt wurden, ist zu sehen, dass Hitzfeld den Mittelfinger gen Spielfeldmitte richtet - dass dort der spanische Unparteiische stand, ist nicht zu erkennen.

"Was für Konsequenzen soll es haben? Man kann mich nicht bestrafen, wenn ich gegen mich den Stinkefinger mache", meinte der frühere Erfolgscoach von Borussia Dortmund und dem FC Bayern. Dennoch entschuldigte er sich: "Das war eine unnötige Geste und es tut mir leid." Erst vor wenigen Tagen war Trainer René Girard vom französischen Meister Montpellier HSC wegen seines "Stinkefingers" gegen Huub Stevens vom FC Schalke 04 in der Champions League für ein Spiel sowie ein weiteres auf Bewährung verurteilt worden.

Um eine Sperre werde auch Hitzfeld "kaum herumkommen", meinte die Wochenzeitung "Der Sonntag". Die Erklärung des 63-Jährigen, sich selbst den "Stinkefinger" gezeigt zu haben, wertete das Blatt als "abenteuerliche Version". Die "Sonntagszeitung", die die Aktion des Trainers in eine Reihe stellte mit Stefan Effenbergs berühmten Eklat während der WM 1994 in den USA, meinte: "Hitzfeld bringt nun eine neue Dimension ein: sich selbst zu beleidigen."

Dass der Trainer der Eidgenossen mit der Leistung des Referees nicht einverstanden war, betonte er schon unmittelbar nach dem Match. "Gegen zwölf Mann zu gewinnen, ist schwierig", meinte Hitzfeld. Sein Verteidiger Stephan Lichtsteiner sprang dem Trainer bei. "Wir arbeiten die ganze Woche hart und gewinnen dann das Spiel wegen des Schiedsrichters nicht. Die Spieler sind die ersten, die Fehler begehen und ich habe kein Problem, wenn auch der Schiedsrichter falsch liegt. Aber diesmal muss man sich schon fragen, ob er es nicht absichtlich gemacht hat. Er hat uns Punkte gestohlen."

In der Qualifikationsgruppe E führt die Schweiz die Tabelle mit sieben Punkten aus drei Spielen vor Island (6) und Norwegen (4) an.

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