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Katzenjammer in Polen: Wasserpleite im Stadion

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Katzenjammer in Polen: Wasserpleite im Stadion

17.10.2012, 12:33 Uhr | dpa

Katzenjammer in Polen: Wasserpleite im Stadion. Der Platz in Warschau war nach den Regenfällen unbespielbar.

Der Platz in Warschau war nach den Regenfällen unbespielbar. (Quelle: dpa)

Warschau (dpa) - Nach der kurzfristigen Absage des WM-Qualifikationsspiels zwischen Polen und England herrschte in den polnischen Medien Katzenjammer.

"Dieses Stadion sollte der Stolz Polens sein", klagte die "Gazeta Wyborcza" und zählte die Pannenserie im Warschauer Nationalstadion, in dem im Juni die Fußball-EM eröffnet worden war, noch einmal auf. Schon der Bau des Stadions war immer wieder von Verzögerungen und Problemen begleitet worden. Nach einem mehrstündigen Wolkenbruch, der den Stadionrasen aufgeweicht und unter Wasser gesetzt hatte, musste die für Dienstagabend geplante Partie auf Mittwochnachmittag verlegt worden.

"Eine nationale Schande!", ereiferte sich der Kommentator der Zeitung "Rzeczpospolita". "Die ganze Fußballnation ist kompromittiert", empörte sich das Sportblatt "Przeglad Sportowy". Auf der Suche nach Schuldigen für das Debakel verlangte die nationalkonservative Partei "Solidarisches Polen noch am späten Abend die Entlassung von Sportministerin Joanna Mucha - sie trage die politische Verantwortung für die Kompromittierung Polens.

Erst kurz vor Mitternacht war das Stadiondach geschlossen worden - in der Hoffnung, dass der Stadionrasen bis Mittwochnachmittag bespielbar sein würde. Das Drainagesystem hatte zuvor vor den Wassermassen kapituliert. Sowohl die englischen als auch die polnischen Verbandsvertreter wollten das Match eigentlich ohne geschlossenes Stadiondach austragen - sie hatten noch das EM-Eröffnungsspiel in unguter Erinnerung. Angesichts der Regenprognose war das Dach damals geschlossen worden, im Stadion herrschte tropische Schwüle, und die Spieler klagten nach der Partie über Erschöpfung und Kreislaufprobleme.

Das Spiel wird auch ein politisches Nachspiel haben. Regierungschef Donald Tusk kündigte während eines Besuchs in Bukarest eine Kontrolle im Sportministerium und bei der Betreibergesellschaft NCS des Warschauer Nationalstadions an, berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP. Der polnische Fußballverband PZPN kündigte an, er wolle beim Sportministerium und NCS eine Entschädigung für materiellen und Imageschaden einfordern. Der Verband kritisierte in einer am Mittwoch in Warschau veröffentlichten Stellungnahme, dass das Stadiondach nicht geschlossen worden sei. Der FIFA-Delegierte habe eine Stunde vor dem geplanten Anpfiff die Schließung des Daches angeordnet. Die Betreiberfirma erklärte dies wegen des starken Regens für unmöglich - die Sensoren der Anlage würden bei diesen Wetterbedingungen nicht arbeiten.

Mehrere Oppositionsparteien forderten unterdessen die Entlassung von Sportministerin Joanna Mucha. Sie trage die politische Verantwortung für das Debakel, mit dem sich Polen auf der internationalen Fußballbühne blamiert habe.

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