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Von der Hölle in den Himmel: Arsenals irres 7:5

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Von der Hölle in den Himmel: Arsenals irres 7:5

31.01.2013, 14:08 Uhr | dpa

Von der Hölle in den Himmel: Arsenals irres 7:5. Auch Arsenal-Coach Arsène Wenger war vom dem 7:5-Sieg seines Teams begeistert.

Auch Arsenal-Coach Arsène Wenger war vom dem 7:5-Sieg seines Teams begeistert. (Quelle: dpa)

Reading (dpa) - Wunder gibt es immer wieder - im Fußball geschehen sie nicht heute oder morgen, sondern momentan im Zwei-Wochen-Rhythmus. 14 Tage nach Schwedens irrer Aufholjagd beim 4:4 gegen Deutschland in Berlin gelang dem FC Arsenal eine rational kaum zu erklärende Wiederholung.

"Wir sind in eine Katastrophe geschlittert und haben am Ende unseren Stolz gerettet", kommentierte Trainer Arsene Wenger den unfassbaren 7:5-Sieg nach Verlängerung im Liga-Pokal beim FC Reading. "Es könnte einer meiner größten Siege in meiner Zeit in London sein", fügte der 63 Jahre alte Franzose hinzu. "Langweilig war es nie."

Seit 1996 trainiert Wenger die "Gunners" und hat in dieser Zeit jede Menge erlebt. Zum Beispiel am 5. Februar 2011 ein 4:4 in Newcastle, als Arsenal einen 4:0-Vorsprung verspielte. Diesmal drehte sein mit vielen Nachwuchskräften besetztes B-Team, das ohne die deutschen Nationalspieler Lukas Podolski und Per Mertesacker antrat, den Spieß um. Nach einem desaströsen Start lag Arsenal nach 37 Minuten scheinbar aussichtslos mit 0:4 zurück, erzwang aber durch Theo Walcotts zweiten Treffer in letzter Sekunde (90.+6) die Verlängerung.

Da hatten viele Fans am Dienstagabend bereits in Scharen die Heimreise nach Nord-London angetreten. Sie verpassten das "größte Comeback in der Liga-Cup-Geschichte" ("The Sun") und eine weitere Steigerung des schon zuvor hochdramatischen Spiels. Nach Arsenals erstmaliger Führung durch Marouane Chamakh (103.) konnte der Ex-Stuttgarter Pawel Progrebnjak (116.) für Reading ausgleichen, ehe Walcott (120.+1) mit seinem dritten Treffer und erneut Chamakh (120.+3) den Schlusspunkt setzten.

"Es war unglaublich", sagte Nationalspieler Walcott. "Wir begannen sehr schlampig und mussten irgendwie aufwachen. Jetzt sind wir platt." Der Stürmer stand im Mittelpunkt der Jubelarien. "Walcott-Hattrick zieht Arsenal aus der Hölle in den siebten Himmel", schrieb die "Times". Trainer Wenger lobte die Moral seines Teams, in dem der 17 Jahre alte Serge Gnabry, ein Offensiv-Talent aus Schwaben, erstmals in der Startelf stand: "Du kannst nicht für Arsenal spielen und aufgeben", betonte Wenger.

Sein Kollege Brian McDermott fühlte sich richtig mies. "Es ist wie eine Beerdigung. Es war das schlimmste Ergebnis in meiner Karriere", sagte der Trainer des FC Reading. Der Tabellen-18. der englischen Premiere League schied als erstes Team in der Geschichte des Liga-Pokals trotz fünf erzielter Treffer aus. Der Ex-Stuttgarter Gnabry fasste den historischen Abend im Madejski Stadium kurz und knapp zusammen. "Unglaublicher Sieg. Ich werde dieses Spiel nie vergessen", twitterte der deutsche U17-Nationalspieler.

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