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Dynamo-Torwart fällt nach Böllerattacke zehn Tage aus

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Torwart von Kuranyi-Team nach Böllerwurf verletzt

18.11.2012, 11:46 Uhr | dpa

Dynamo-Torwart fällt nach Böllerattacke zehn Tage aus. Torwart Anton Schunin wurde von Zuschauern mit Böllern beworfen.

Torwart Anton Schunin wurde von Zuschauern mit Böllern beworfen. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Mit einer Böllerattacke haben Anhänger des russischen Fußballmeisters Zenit St. Petersburg Nationaltorwart Anton Schunin von Dynamo Moskau verletzt und einen Spielabbruch provoziert.

Weil der 25-Jährige wegen einer Augenverletzung nicht weiterspielen konnte, beendete der Schiedsrichter das Spiel nach 37 Minuten beim Stand von 1:0 für die Elf um den deutschen Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi. Schunin falle wegen Verbrennungen an Augenlidern, Bindehaut und Hornhaut mindestens zehn Tage aus, teilte Dynamo mit.

"Ich kann solche dummen Aktionen der Fans nicht verstehen", sagte Kuranyi der Nachrichtenagentur dpa. "Und ich gehe davon aus, dass dieses Spiel für uns gewertet wird." Auch Dynamo forderte einen Sieg am Grünen Tisch. "Es geht um Leben und Gesundheit der Fußballer", sagte Clubsprecher Konstantin Wybornow. Ligachef Sergej Tscheban kündigte eine Untersuchung an. "Beim Fußball sollte kein Krieg ausgetragen werden", sagte Tscheban dem Fernsehsender NTV Plus. Titelverteidiger Zenit droht nun eine harte Strafe.

In einer Mitteilung verurteilte der Champions-League-Teilnehmer den "inakzeptablen" Vorfall. Einer der besten russischen Torhüter sei wegen der "Dummheit" und "Verantwortungslosigkeit" einiger Menschen gefährdet worden. Der vom Staatskonzern Gazprom unterstützte Club gab aber auch Dynamo eine Mitschuld. Der Gastgeber sei für die Kontrollen zuständig und müsse deshalb als Verlierer gewertet werden.

Das Innenministerium warf den Vereinen laxe Kontrollen und mangelnde Zusammenarbeit mit der Polizei vor. Die Attacke heizt im Ausrichterland der Weltmeisterschaft 2018 eine Diskussion über Gewalt in den Stadien weiter an. Experten fordern personalisierte Tickets sowie drastisch höhere Strafen für Randalierer. Sportminister Witali Mutko bezweifelte jedoch, dass Gesetze allein helfen. Gesellschaft und Vereine müssten zusammenarbeiten, forderte Mutko.

Die Polizei verdächtigt drei Zenit-Anhängerinnen, den Knallkörper aus dem Gästeblock geworfen zu haben. Der Böller war direkt neben Schunin detoniert. Es gebe aber noch nicht genug Beweise, um die Frauen festzunehmen, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Polizeikreise. Zenit-Kapitän Wjatscheslaw Malafejew sagte, die Fans hätten Schunin bestimmt nicht absichtlich verletzen wollen.

Verteidiger Wladimir Granat hatte Dynamo in der 27. Minute in Führung gebracht. Zehn Minuten später eskalierte die angespannte Stimmung. Die Petersburger Anhänger hätten sich äußerst aggressiv verhalten, sagte ein Polizeisprecher. Schon vor dem Spiel im Moskauer Vorort Chimki waren Dutzende Hooligans festgenommen worden.

Ebenfalls am Samstag randalierten Fans von Rekordmeister Spartak Moskau in Nischni Nowgorod. Sie rissen Hunderte Sitzschalen aus der Verankerung und zündeten Pyrotechnik. Erst Ende September war das Pokalderby zwischen den verfeindeten Lokalrivalen Torpedo und Dynamo Moskau abgebrochen worden, nachdem Anhänger des Zweitligisten zahlreiche Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geworfen hatten.

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