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Jürgen Klinsmann denkt über die amerikanische Staatsbürgerschaft nach

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Jürgen Klinsmann: "Es ist keinesfalls einfach"

27.11.2012, 14:53 Uhr | t-online.de

Jürgen Klinsmann denkt über die amerikanische Staatsbürgerschaft nach. US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann bei einem Spiel seines Teams (Quelle: imago)

US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann bei einem Spiel seines Teams (Quelle: imago)

Jürgen Klinsmann trainiert die amerikanische Nationalmannschaft, er lebt seit 1998 in Kalifornien. Und er kann sich vorstellen, Amerikaner zu werden: "Es ist durchaus möglich, dass ich in Zukunft die US-amerikanische Staatsbürgerschaft annehme", sagt Klinsmann in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. Allerdings sei dies ein längerer Prozess, "dafür muss ich Zeit haben." Seine Heimat sei aber nach wie vor Stuttgart.

Momentan hat er ohnehin andere Aufgaben. Der 48-jährige frühere DFB-Coach ist seit Juli 2011 Nationaltrainer und hat seitdem die Strukturen im Verband ordentlich umgekrempelt. "Was wir hier in 16 Monaten geändert haben, kann sich wirklich sehen lassen. Die US-Liga ist auch sehr offen für Gespräche und Neuerungen", sagt Klinsmann.

Laute Musik rund ums Hotel

Das Ziel ist die WM 2014, die entscheidende Phase dafür beginnt Anfang 2013. Die USA spielen in einer Gruppe mit Panama, Mexiko, Jamaika, Honduras und Costa Rica. Absolute Top-Begegnungen gäbe es seltener als in Europa, so Klinsmann, "aber es ist keinesfalls einfach. Auch weil es Spannungen mit Ländern Mittelamerikas gibt." Bei Auswärtsspielen würden dann auch schon mal dauerhaft Autos mit lauter Musik ums Hotel fahren, damit die Spieler nicht schlafen können. "Und wir wissen nicht, ob sie uns etwas ins Essen tun."

Am 2. Juni 2013 steht ein freundschaftlicher Vergleich mit Deutschland an. "Darauf freue ich mich sehr", sagt Klinsmann: "Wir können Deutschland zeigen, wohin es der Fußball in den USA geschafft hat." In seinem Kader stehen fünf Deutsch-Amerikaner, unter anderem Schalkes Jermaine Jones. Gut möglich, dass weitere dazukommen. "Wir haben ihn auf dem Radar", sagt Klinsmann beispielsweise über Top-Talent Julian Green vom FC Bayern.

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