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Klose-Tor bei Lazio-Sieg - "Nein zu Rassismus"

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Klose nach Lazio-Sieg 2. in Serie A-Torjägerliste

27.11.2012, 23:16 Uhr | dpa

Klose-Tor bei Lazio-Sieg - "Nein zu Rassismus". Miroslav Klose steuerte einen Treffer zum Sieg bei.

Miroslav Klose steuerte einen Treffer zum Sieg bei. (Quelle: dpa)

Rom (dpa) - Miroslav Klose hat sich in der Torjägerliste der italienischen Fußball-Meisterschaft auf Rang zwei verbessert. Der Stürmerstar schoss am Dienstagabend beim 3:0-Sieg von Lazio Rom im Serie A-Spiel gegen Udinese Calcio das Tor zum 2:0.

An den bisherigen 14 Spieltagen hat der deutsche Nationalstürmer acht Tore erzielt. Nur Stephan El Shaarawy vom AC Mailand war mit zehn Treffern besser. Von den italienischen Sporttageszeitungen bekam der 34-Jährige wieder hervorragende Kritiken: "Mit dem ersten verwertbaren Ball hat er Udine den Todesstoß versetzt", schrieb die "Gazzetta dello Sport". Klose habe "Effizienz in Reinkultur" demonstriert, lobte das Sportblatt.

Neben Klose (31.) trafen im Olympiastadion für die Gastgeber Alvaro Gonzalez (17.) und der Brasilianer Hernanes (59.). Mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Juventus Turin (32) ist Lazio (26) Tabellenfünfter. Auf Rang zwei liegt der SSC Neapel (30), gefolgt vom AC Florenz und Inter Mailand (beide 28).

Die Römer trugen in der Begegnung Trikots mit der Aufschrift "No al razzismo" ("Nein zu Rassismus"). Damit reagierten Miroslav Klose und seine Teamkollegen auf den brutalen Überfall auf Fans des englischen Fußball-Erstligisten Tottenham Hotspur vor dem Europa-League-Spiel in Rom.

Am vergangenen Donnerstag im Europa-League-Spiel hatte eine Gruppe maskierter Männer Fans der Engländer in einem Lokal am "Campo de Fiori" in der Innenstadt überfallen und zehn von ihnen mit Messerstichen verletzt. Lazio-Präsident Claudio Lotito besuchte den am schwersten verletzten Tottenham-Fan am Montag in Rom im Krankenhaus. Er übergab dem 25-Jährigen ein Lazio-Trikot mit dem Namen des Fans und betonte: "Dieser Überfall hatte nichts mit dem Fußball zu tun." Die Täter seien keine Lazio-Fans gewesen, sondern rassistische und fremdenfeindliche Kriminelle. Tottenham hat viele jüdische Anhänger.

Der englische Fan ist inzwischen auf dem Weg der Besserung. "Er war in Lebensgefahr, kann nun aber in sieben bis zehn Tagen entlassen werden", sagte der Generaldirektor der Klinik, Aldo Morrone. Der Engländer war am Freitag wegen einer tiefen Schnittwunde am Oberschenkel operiert worden.

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