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Van Persie schießt United zum 3:2-Derbysieg bei City

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Van Persie schießt United zum 3:2-Derbysieg bei City

09.12.2012, 16:46 Uhr | dpa

Van Persie schießt United zum 3:2-Derbysieg bei City. Wayne Rooney (r) und Robin van Persie schoss die Tore für Manchester United.

Wayne Rooney (r) und Robin van Persie schoss die Tore für Manchester United. (Quelle: dpa)

Manchester (dpa) - Dank eines Last-Minute-Treffers von Robin van Persie hat Manchester United das turbulente 163. Stadtderby gegen ManCity gewonnen. Der niederländische Superstar erzielte am Sonntag per Freistoß das 3:2 (2:0)-Siegtor in der 92. Minute für den Rekordchampion.

United baute im ausverkauften Etihad Stadium - darunter Beckham-Kumpel Tom Cruise als Glücksbringer für die Red Devils - die Tabellenführung mit nun 39 Punkten auf sechs Zähler vor Meister City (33) aus.

Uniteds Trainer-Legende Alex Ferguson war wie berauscht: "Man konnte die Augen nicht von den Spiel lassen", sagte der fast 71-Jährige. "Ich habe viele noch dramatischere Tage erlebt, aber heute war ein besonderer, weil City seit zwei Jahren in der Liga nicht mehr zu Hause verloren hat."

Für Hollywood-Star Cruise war es die Tribünen-Premiere in der Premier League. Er habe noch eine E-Mail von David Beckham bekommen, der verhindert sei. "Er ist eifersüchtig, weil ich hier bin", flachste der 50-Jährige. Und die Partie hielt an Dramatik alles, was sich Cruise, die weiteren rund 47 000 Stadionbesucher und das Millionen-TV-Publikum in etwa 200 Ländern erhofft hatten. Zunächst hatte es nach einem Doppelpack von Wayne Rooney (16./29. Minute) schon nach einem sicheren United-Sieg ausgesehen - der englische Nationalstürmer schraubte seine Karriere-Torausbeute auf 150 Premier-League-Treffer.

Doch dann legten die Citizens richtig los und verwandelten das Stadion in einer hochklassigen zweiten Spielhälfte durch Treffer von Yaya Touré (60.) und Pablo Zabaleta (86.) in ein Tollhaus. Aber ManUnited blieb cool - und van Persie machte wie aus dem Nichts mit seinem elften Saisontreffer alles klar.

Danach kam es zu unschönen Szenen, als ein Heim-Fan aufs Spielfeld rannte und von Ordnern festgenommen wurde. Außerdem wurde Rio Ferdinand beim Jubeln von einem aus dem Publikum geworfenen Gegenstand getroffen und blutete dann im Gesicht. Weder das Wurfgeschoss noch der Werfer waren zunächst bekannt. Darüber sollten Videoaufnahmen Aufschluss geben, wie eine City-Clubsprecherin sagte.

ManUnited nahm erfolgreich Revanche für die zwei schmerzhaften Pleiten in der Vorsaison. Für die "Sky Blues" war es am 16. Spieltag die erste Saisonniederlage. City-Coach Roberto Mancini zeigte sich einmal mehr frustriert mit seinem Sturm-Exzentriker Mario Balotelli, dem er in der ersten Hälfte den Vorzug vor Carlos Tévez gegeben hatte: "Ich liebe Mario als Kerl und als Spieler, aber er muss seine Berufseinstellung ändern. Er kann nicht so weiterspielen wie heute."

Am Samstag hatten der FC Arsenal und der FC Chelsea ihre Negativserien gestoppt. Mit dem angeschlagenen Lukas Podolski als Kurzarbeiter feierten die Gunners nach zuletzt drei sieglosen Premier-League-Spielen einen 2:0 (1:0)-Heimerfolg gegen West Bromwich Albion. Champions-League-Sieger Chelsea, zuvor sieben Liga-Partien ohne Dreier, gewann dank Doppeltorschütze Fernando Torres 3:1 (2:0) bei AFC Sunderland. Arsenal hat nun 24 Punkte auf dem Konto, Chelsea (29) hat nun Boden gutgemacht auf die zweitplatzierten Citizens.

Podolski, der erst in der 87. Minute eingewechselt wurde, plagten nach dem Vorwochenende Oberschenkelprobleme. Arsenals Matchwinner war Mikel Arteta mit zwei verwandelten Elfmetern (26./64.).

Torres beendete seine zwölfeinhalbstündige Ladehemmung in der Liga und führte die Blues zum ersten Premier-League-Erfolg unter dem neuen Coach Rafael Benítez. "Es war eine lange Zeit ohne Treffer", sagte Torres. Schon am Mittwoch beim 6:1 in der Champions League gegen Nordsjælland hatte Torres zweimal getroffen. "Normalerweise dauert es einige Zeit mit einem neuen Trainer, aber die letzten zwei Ergebnisse werden uns mehr Selbstvertrauen geben", meinte er. Das dritte Tor steuerte Juan Mata bei (49.) - nach einem Torres-Pfostenschuss.

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