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Messi-Rekord: Proteste aus Sambia, Flamengo zieht zurück

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Messi trifft weiter - Zweifel an Rekord

13.12.2012, 12:44 Uhr | sid, dpa

Messi-Rekord: Proteste aus Sambia, Flamengo zieht zurück . Lionel Messi: Ist er nun Rekordhalter oder nicht? (Quelle: Reuters)

Lionel Messi: Ist er nun Rekordhalter oder nicht? (Quelle: Reuters)

Der Fabel-Weltrekord von Lionel Messi von mittlerweile 88 Toren in einem Kalenderjahr hat in Teilen der Fußball-Welt Zweifel und Protest hervorgerufen. So reklamiert der sambische Fußballverband die Bestmarke für die einheimische Stürmerlegende Godfrey Chitalu. Der Torjäger soll öfter als der Star des FC Barcelona getroffen haben, der die angebliche Bestmarke von Gerd Müller aus dem Jahr 1972 von 85 Toren überboten hatte.

Genau 107 Treffer soll der Sambier Chitalu 1972 erzielt haben. Darauf beharrt der örtliche Fußballverband und präsentierte ein Foto aus jenem Jahr, dass den Torjäger mit einem Ball zeigt, der seinen Namen und die Zahl 107 trägt.

Sambier wollen Fakten schaffen

"Der Rekord gehört uns, er ist in Sambia dokumentiert worden, leider nicht im Rest der Welt", wird ein Sprecher des Verbandes in britischen Zeitungen zitiert. Die Afrikaner wollen nun Fakten schaffen: "Wir haben ein Team aus unabhängigen Experten aufgestellt, dass in die Archive gehen und jedes einzelne Tor Minute für Minute nachweisen soll", sagte der Sprecher. Chitalu selbst kann keine Auskunft mehr geben. Er starb 1993.

Flamengo macht Rückzieher

Zunächst hatte auch der brasilianische Spitzenklub Flamengo aus Rio de Janeiro protestiert und seinen einstigen Superstar Zico ins Spiel gebracht. Bruno Lucena, der Chef von Flamengos Geschichtsabteilung, hatte laut einer Klub-Mitteilung erklärt, der heute 59-Jährige Zico habe 1979 insgesamt 89 Treffer erzielt. Selbst brasilianische Medien stellten allerdings inzwischen fest, dass dem Argentinier Messi in vier Freundschaftsspielen mit dem FC Barcelona zu Beginn der Saison weitere sieben Treffer gelungen waren, so dass er den "weißen Pelé" auch in dieser Bilanz überboten hat. Daraufhin machte Lucena einen Rückzieher.

Messi selbst hat seine Torejagd unterdessen fortgesetzt. Durch zwei Treffer seines argentinischen Superstars (11./74. Minute) gewann der FC Barcelona das Achtelfinal-Hinspiel des spanischen Pokals beim Zweitligisten FC Cordoba mit 2:0. Für Messi waren es die Tore Nummer 87 und 88.

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