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Sepp Blatter teilt gegen Kevin Prince Boateng aus

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Blatter: "Das ist nicht die Lösung"

07.01.2013, 11:37 Uhr | dpa, t-online.de

Sepp Blatter teilt gegen Kevin Prince Boateng aus. FIFA-Präsident Sepp Blatter (re.) und Milans Profi Kevin-Prince Boateng. (Quelle: imago/Ulmer)

FIFA-Präsident Sepp Blatter (re.) und Milans Profi Kevin-Prince Boateng. (Quelle: Ulmer/imago)

Die Diskussionen im Rassismus-Skandal um Kevin-Prince Boateng nehmen kein Ende. Jetzt hat sich FIFA-Präsident Sepp Blatter eingeschaltet und das Verhalten des Mittelfeldspielers des AC Mailand kritisiert. "Ich denke, dass ein Spieler nicht einfach vom Feld gehen kann, das ist nicht die Lösung", sagte der Schweizer am Rande einer Veranstaltung in Dubai. Sonst könne man schließlich bei einer drohenden Niederlage einfach vom Platz gehen, so der Funktionär weiter. Blatter betonte aber auch: "Rassismus darf nicht toleriert werden."

Boateng war in einem Testspiel mit dem AC Mailand beim Viertligisten Pro Patria wegen rassistischer Schmähgesänge ausgeflippt und vom Platz gestürmt, woraufhin das Match abgebrochen worden war.

Diskussionen um Boateng

Zum Wiederbeginn der Serie A am Wochenende fragten sich auch immer mehr Trainer und Verantwortliche: Darf ein Spieler den Platz verlassen und damit einen Spielabbruch herbeiführen? Beobachter fürchten, dass dies rassistische Unruhestifter nur noch mehr motiviert und gezielt provozierte Spielabbrüche zum Alltag werden.

"Ich werde es immer wieder tun"

Wie im Testspiel gegen Pro Patria will Boateng aber auch in Zukunft immer vom Spielfeld gehen, wenn Fußballer rassistisch verhöhnt werden: "Wir dürfen Rassismus nicht mehr tolerieren. Ich hätte das auch in der Champions League beim Spiel gegen Real Madrid gemacht - und werde es immer wieder tun."

In Busto Arsizio hatte der 25-jährige Boateng nach 26 Minuten den Platz verlassen, weil gegnerische Fans ihn und die übrigen dunkelhäutigen Milan-Spieler fortwährend verhöhnten. Erstmals wurde daraufhin ein Fußballspiel in Italien wegen Rassismus abgebrochen. Boatengs Entscheidung wurde von italienischen Medien als "historisch" gefeiert, im In- und Ausland gab es viel Lob.

Fans feiern Boateng

Auch Milan-Trainer Massimiliano Allegri stärkte Boateng und seinen Spielern den Rücken. "Die Mannschaft wird in einer ähnlichen Situation genauso reagieren", sagte der Coach. Sein Team lief beim 2:1-Heimspielsieg gegen Siena mit einer Anti-Rassismus-Aufschrift auf den Aufwärmtrikots auf. Auf Englisch und Italienisch stand "AC Mailand gegen Rassismus" auf den Hemden. Die Zuschauer bedachten vor allem Boateng mit großem Applaus und feierten ihn mit Sprechchören.

Boatengs Abschiedsgedanken nahm die Fans offenbar genauso wenig ernst wie Allegri: "Ich denke, das hat er in einem Moment der Verbitterung nur so gesagt", sagte der Coach. Die "Gazzetta dello Sport" bezeichnete Boatengs Aussage dagegen als "Schock". Der von Rassismus, Fan-Gewalt und Wettbetrug geplagte italienische Fußball will seinen neuen Helden nicht verlieren.

Krakeelern geht es an den Kragen

Für die rassistischen Störenfriede wird es indes ein gerichtliches Nachspiel geben. Gegen sechs Anhänger des Klubs Pro Patria im Alter zwischen 22 und 30 Jahren wurden bereits Verfahren wegen Anstiftung zum Rassenhass eröffnet. Sie wurden auf Video-Aufzeichnungen identifiziert und von der Staatsanwaltschaft verhört. Zudem droht ihnen ein Stadionverbot von fünf Jahren.

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