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Cristiano Ronaldo lässt wütende Real-Fans verstummen

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Ronaldo beschwichtigt mit Toren wütende Real-Fans

10.01.2013, 14:36 Uhr | dpa

Cristiano Ronaldo lässt wütende Real-Fans verstummen. Karim Benzema (l) gratuliert per Abklatschen Cristiano Ronaldo zum 3:0.

Karim Benzema (l) gratuliert per Abklatschen Cristiano Ronaldo zum 3:0. (Quelle: dpa)

Madrid (dpa) - Mit einem Dreierpack hat Torjäger Cristiano Ronaldo bei Real Madrid die Wogen der Aufregung um Trainer José Mourinho vorerst geglättet. Der Portugiese schoss die "Königlichen" fast im Alleingang zum 4:0-Rückspielsieg im Achtelfinale des spanischen Fußballpokals über Celta de Vigo.

Neben dem Dreifachschützen Ronaldo war auch Sami Khedira erfolgreich. Der deutsche Nationalspieler erzielte in der Nachspielzeit nach Vorarbeit des Portugiesen den Treffer zum 4:0.

Die Madrilenen machten damit ihre 1:2-Schlappe aus dem Hinspiel wett. Im Viertelfinale treffen sie auf den FC Valencia. Pfiffe gab es im Bernabéu-Stadion erneut für Mourinho, auch wenn der Trainer den Publikumsliebling Iker Casillas diesmal nicht auf die Ersatzbank verbannt, sondern in die Stammelf zurückgeholt hatte. Der Torwart bewahrte Real mit Glanzparaden vor Gegentoren und wurde zusammen mit Ronaldo als Held des Tages gefeiert.

Der Torjäger nahm seinen Landsmann Mourinho in Schutz. "Nun reicht es mit der ständigen Kritik am Trainer", meinte der Torjäger. "Das hilft uns nicht weiter. Wenn Real den Pokal und die Champions League gewinnen will, müssen im Verein alle zusammenstehen." In einer Umfrage des Sportblatts "Marca" hatten fast zwei Drittel der Vereinsmitglieder von Real beklagt, dass Mourinho dem Ansehen des Clubs schade und dass Präsident Florentino Pérez dem Trainer zu viel Macht eingeräumt habe.

Die Real-Anhänger nehmen "Mou" nicht nur den Zwist mit dem "Clubheiligtum" Casillas übel, sondern auch sein Fernbleiben bei der Wahl des Fußballers des Jahres 2012 am Montagabend in Zürich. Der Trainer hatte sein Fehlen damit begründet, dass er das Pokalspiel vorbereiten müsse. Reporter beobachteten ihn dann aber dabei, wie er sich das Training der Schülermannschaft seines Sohnes anschaute.

Ronaldo ist bei Real derzeit fast der Einzige, der die Elf mit seinen Treffern auf Erfolgskurs hält und einen Absturz in die Krise verhindert. "Cristiano ist die perfekte Therapie", titelte "Marca". Das Konkurrenzblatt "As" ergänzte: "Mit mehr Cristiano und weniger Mourinho stünde Real jetzt erheblich besser da." Mit seiner Trefferserie erhöht Ronaldo den Druck auf Clubchef Pérez, den 2015 auslaufenden Vertrag mit dem Portugiesen zu verlängern. Bislang gab es auf diesem Gebiet keine Bewegung. Dies ließ Spekulationen aufkommen, dass Ronaldo den Club verlassen könnte.

In der Liga liegt Real einen Spieltag vor Ende der Hinrunde 16 Punkte hinter dem FC Barcelona zurück. Im Pokal werden die Madrilenen im Viertelfinale - zumindest im Hinspiel - auf ihren Verteidiger Sergio Ramos verzichten müssen. Der Welt- und Europameister war gegen Vigo wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz gestellt worden. Er hatte den Unparteiischen als "Halunken" beschimpft.

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