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WADA geht vor Treffen mit FIFA in die Offensive

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WADA geht vor Treffen mit FIFA in die Offensive

13.02.2013, 13:10 Uhr | dpa

WADA geht vor Treffen mit FIFA in die Offensive. WADA-Generaldirektor David Howman will auch die Spur zum Fußball verfolgen.

WADA-Generaldirektor David Howman will auch die Spur zum Fußball verfolgen. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Mit der Forderung nach mehr und besseren Doping-Kontrollen im Fußball ist die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vor einem Gespräch mit dem Weltverband FIFA in die Offensive gegangen.

"Wir sind im regelmäßigen Kontakt", lautete die knappe Stellungnahme der FIFA am Mittwoch. Dass die WADA-Vorlage für das Gespräch zwischen Weltagentur-Chef John Fahey und FIFA-Präsident Joseph Blatter in Zürich zum Treffer wird, ist eher zu bezweifeln. Schließlich glaubt die FIFA, viel gegen Doping zu tun.

Nach FIFA-Angaben sind im Jahr 2011 insgesamt 28 587 Doping-Tests im internationalen Fußball durchgeführt worden. Dabei gab es 119 positive Fälle, von denen 40 auf Cannabis-Konsum und 19 auf Anabolika- oder Hormoneinnahme zurückzuführen waren. Die Statistik für 2012 liegt noch nicht vor.

Bei den FIFA-Veranstaltungen von der U 17-Weltmeisterschaft bis zu den Qualifikationsspielen für die Frauen-WM 2014 sind 662 Urinproben genommen worden. 95 davon wurden auch auf das Blutdopingmittel EPO untersucht. Bei den 820 Qualifikationspartien für die Männer-WM 2014 in Rio de Janeiro will die FIFA bei 114 Spielen 456 Proben nehmen. Dafür werden jeweils vier Spieler pro Partie ausgewählt. Einer von ihnen wird für einen EPO-Test ausgelost.

Die WADA hat bei einem Mediensymposium in London dennoch mit ungewöhnlicher Schärfe kritisiert, dass es im Fußball zu wenig Kontrollen, vor allem zu wenig Bluttests, gibt. "Es kann mehrere Jahre vergehen, dass ein Fußballspieler nicht einmal zur Doping-Probe muss", sagte WADA-Präsident John Fahey. "Immer wieder haben wir gemahnt, dass es in den großen Baseball-Ligen keine effektiven Anti-Doping-Programme gibt. Jetzt wird jeder Baseball-Spieler viermal im Jahr getestet", so Fahey. "Im Fußball kann es sein, dass ein Spieler nicht einmal in seiner Karriere getestet wird."

Und auf EPO schon gar nicht. "Was wir sagen wollen, ist, dass der Fußball signifikant mehr Tests braucht, mehr Kontrollen auf das Blutdopingmittel EPO und mehr Athletenprofile anlegen müsste", meinte auch WADA-Generaldirektor David Howman. Außerdem gebe es klare Hinweise, dass es im Fußball keine EPO-Tests auf Urinbasis gebe, monierte Fahey: "Das ist eine Tragödie."

Wie wichtig Bluttests im Fußball sein könnten, wird im Zuge des Prozesses gegen den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes sichtbar. Es tauchten Hinweise auf, dass auch italienische und spanische Fußballclubs die Dienste des Arztes in Anspruch genommen haben sollen. Fuentes hatte mehr als 200 Blutbeutel von Sportlern in seinem Besitz. Und diese Sportler kamen wohl zu Doping-Zwecken zu ihm.

Außerdem gibt es aus WADA-Sicht im Fußball noch ein Effizienzproblem bei den Kontrollen. "Fußball ist kompliziert, weil die FIFA vor allem die Weltmeisterschaften sieht. Was in dieser Zeit gemacht wird, ist in Ordnung", erklärte Howman. Doch man müsse sehen, dass es unterhalb dieser Weltereignisse noch die Champions League und Europa League sowie die nationalen Ligen gibt. "Zwischen diesen drei verschiedenen Kontrollgruppen gibt es aber kaum Synergieeffekte - zum Beispiel bei Bluttests oder der Auswahl der Spieler."

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