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Gerhard Tremmels erster Pokal-Gewinn freut auch Catherine Zeta Jones

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Tremmels Triumph freut auch eine Hollywood-Größe

25.02.2013, 15:31 Uhr | sid, dpa

Gerhard Tremmels erster Pokal-Gewinn freut auch Catherine Zeta Jones. Gerhard Tremmel (Quelle: imago/Colorsport)

Gerhard Tremmel gewinnt mit Swansea City den englischen Ligapokal. (Quelle: Colorsport/imago)

Der größte Moment in Gerhard Tremmels Karriere sorgte sogar in Hollywood für Entzückung. Als die Spieler von Swansea City im Champagner duschten und den silbernen Ligapokal immer wieder in den Londoner Nachthimmel streckten, jubelte Catherine Zeta-Jones beim Frühstück in Los Angeles.

Kein Wunder, ist doch die weltberühmte Schauspielerin in Swansea geboren. Extra früh war sie aufgestanden, um den größten Triumph Vereinsgeschichte zu erleben. "Es war eine der besten Sachen überhaupt, die heute passiert ist", sagte Zeta Jones der BBC. Mit Tremmel im Tor schlugen die Schwäne den chancenlosen Viertligisten Bradford City mit 5:0 im Finale des Ligapokals - und läuteten damit einen Party-Marathon ein.

Erster Pokal seines Lebens

Der lange Aufstieg zur Pokalübergabe auf der Wembley-Ehrentribüne kam Tremmel unwirklich vor. "Als wir auf dem Weg nach oben waren, da habe ich gedacht: 'Ich kenn' das alles nur aus dem Fernsehen.' Und wenn du dann da rauf marschierst, denkst du dir 'Oh cool'. Und wenn du dann da oben stehst, denkst du dir: 'Ah, das ist richtig geil!' Das ist ein toller Moment, das ist eingeprägt", verriet er später.

"Das ist mein erster Pokal - völlig egal, ob es jetzt gegen einen Viertligisten war. Das ist auf jeden Fall der größte Moment meiner Karriere", sagte der langjährige Schlussmann von Energie Cottbus und kramte in seiner schlanken Männerhandtasche: "Scheiße, ich hab' 'ne Medaille hier irgendwo drin!!! Aber die ist ein bisschen klein, oder?", witzelte er gelöst.

Acht Champagner-Duschen abbekommen

Erst knapp zwei Stunden nach dem Abpfiff entkam Tremmel im dunklen Swansea-Vereinsanzug frisch gestylt und als einer der letzten Profis dem Party-Marathon in der Umkleide. "Ich habe acht Champagner-Duschen bekommen - ich finde es so ekelhaft", schimpfte er lachend. "Das stinkt so! Ich habe mich dann eine halbe Stunde geduscht - fünfmal die Haare gewaschen!"

Dass er überhaupt im Tor stand, hat er einem Versprechen seines Trainers Michael Laudrup zu verdanken. In der englischen Premier League ist Tremmel nur die Nummer zwei hinter dem Niederländer Michel Vorm, doch für den Ligapokal bekam er eine Einsatzgarantie vom Coach - und durfte damit auch im "wichtigsten Spiel" seiner Karriere ran.

Bei den Anhängern steht der 35-Jährige, der kürzlich erst seinen Vertrag bis 2015 verlängerte, sowieso hoch im Kurs. Während des Spiels schmetterten sie ihren Gerry-Song für ihren Keeper, den sie "Big G", "Ginger Ninja" oder "Ginger Cat" rufen. "Ginger" (Ingwer) nennen die Briten gern Rothaarige. In ihrem Lied verehren die Anhänger den Schlussmann gar als "Liebe meines Lebens".

Sich selbst bei den Schwänen vorgestellt

Sein Engagement in Wales hat Tremmel auch seiner Gattin Sarah zu verdanken. "Meine Frau hat über das Internet rausbekommen, dass Swansea einen Torhüter braucht", sagte der Bayer. In Salzburg war er nicht mehr zufrieden. Auch in Unterhaching, Hannover, Berlin, Cottbus war der Torwart zuvor nicht glücklich geworden.

Also besuchte er das Team von Swansea im Trainingslager in Österreich. Nun ist er der erste deutsche Ligapokal-Champion seit Michael Ballack. 2007 hatte der damalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft mit dem FC Chelsea den Cup gewonnen.

90 Minuten beschäftigungslos

Einige Fans unter den 82.597 Zuschauern trugen am größten Tag der Klubgeschichte extra für Wembley Gerhard-Tremmel-Pappmasken. Und sie sangen für ihn, obwohl der 1,90-Meter-Mann nichts zu tun hatte. "Nach dem 3:0 und Bradfords Roter Karte war das Schaulaufen, da habe ich nur noch geguckt, dass ich nicht erfrier' da hinten, es war so kalt, ich habe ja nicht einen Ball bekommen - nichts!", berichtete Tremmel.

Der gebürtige Münchner zeigte sich "total erleichtert", dass Swansea seiner Favoritenrolle gegen das Überraschungsteam aus Bradford gerecht wurde. Die Bantams (Zwerghühner), deren Promi-Fan der Dalai Lama ist, hatten zuvor die Premier-League-Klubs Wigan Athletic, FC Arsenal und Aston Villa ausgeschaltet.

Parade durch Swansea geplant

Aber das Happy-End war dem Team aus Wales vergönnt, das rund ein halbes Jahr nach dem 100. Geburtstag seine erste größere Trophäe feierte und sich nun auch für die Europa League qualifiziert hat. Das rosa-weiße Maskottchen "Cybil the Swan" überschlug sich am Spielfeldrand.

Coach Michael Laudrup, der sogar bei Real Madrid im Gespräch sein soll, wurde von seinen Spielern in die Höhe geschleudert. "Mit Barcelona, Real Madrid oder Juventus einen Titel zu gewinnen, ist eine Sache. Aber den ersten großen Titel mit einem kleinen Team wie Swansea zu holen, ist absolut fantastisch. Das ist sehr besonders", erklärte der Trainer. Für Dienstag ist eine große Parade durch Swansea geplant, die zweitgrößte walisische Stadt am Meer. Man darf gespannt sein, wie viel Champagner-Duschen Tremmel dann üer sich ergehen lassen muss.

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