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Spanien schlägt zurück: Weltmeister wieder auf WM-Kurs

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Spanien schlägt zurück: Weltmeister wieder auf WM-Kurs

27.03.2013, 15:01 Uhr | dpa

Spanien schlägt zurück: Weltmeister wieder auf WM-Kurs. Der Spanier Pedro erzielte den 1:0-Siegtreffer gegen Frankteich.

Der Spanier Pedro erzielte den 1:0-Siegtreffer gegen Frankteich. (Quelle: dpa)

 

Frankfurt/Main (dpa) - Eine WM ohne den Weltmeister? Nicht mit diesem spanischen Überteam! "Es gab Zweifel an unserer Elf. Aber wir haben unsere Klasse bestätigt", sagte Trainer Vicente del Bosque nach dem 1:0 (0:0) in Frankreich voller Genugtuung.

Dieser wichtige Erfolg brachte den Titelverteidiger in der Qualifikations-Gruppe I wieder auf den direkten und schnellsten Weg nach Brasilien, auf dem auch jene beiden Teams von Sieg zu Sieg eilen, gegen die Spanien zuletzt seine großen Titel gewann.

Vize-Weltmeister Niederlande mit dem früheren Bayern-Trainer Louis van Gaal ist neben Russland die einzige Mannschaft, die in der europäischen WM-Qualifikation noch eine weiße Weste trägt. Und Vize-Europameister Italien (Gruppe B) konnte sich auf Malta mal wieder auf seinen Deutschland-Schreck Mario Balotelli verlassen.

Im Gegensatz dazu müssen große Teams wie Portugal und England weiter um ihre Teilnahme an der WM im kommenden Jahr bangen. "Es war, als würde man einen alten Film zum x-ten Mal gucken und sich dabei zu überzeugen versuchen, dass es dieses Mal anders ausgeht", schrieb die "Times" nach dem 1:1 (1:0) der Engländer in Montenegro. Dieses Ergebnis war für den großen Favoriten zu wenig, um in der Tabelle der Gruppe H an der früheren jugoslawischen Teilrepublik vorbeizuziehen.

Dem Welt- und Europameister Spanien wurde nach dem 1:1 gegen Finnland vereinzelt schon das Ende einer großen Ära prophezeit. Doch der verdiente Sieg beim großen Rivalen Frankreich durch ein Tor von Pedro (58.) fegte alle Zweifel an der WM-Qualifikation und auch an der Durchschlagskraft des endlosen spanischen Kurzpass-Spiels aus dem Stade de France. "So gewinnt der Weltmeister! Ein spanisches Superteam erteilt der Fußball-Welt eine Lehrstunde", schrieb die Sportzeitung "Marca" im Überschwang. Und selbst der sonst so zurückhaltende del Bosque konnte sich einen weiteren Seitenhieb auf alle Skeptiker nicht verkneifen. "Wir sind unserem Stil treu geblieben. Es gab keine Notwendigkeit, etwas zu ändern", meinte er.

Die Spanier liegen in der Tabelle nun wieder einen Punkt vor den Franzosen, wissen aber auch: "In den verbleibenden Spielen dürfen wir uns keine Ausrutscher leisten." (del Bosque). Auch Frankreich hat die Hoffnung auf eine direkte Qualifikation noch nicht aufgegeben. "Wir müssen an Platz eins glauben. Spanien hat nur einen Punkt mehr als wir. Wir müssen darauf setzen, dass sie wieder patzen, im Fußball ist immer alles möglich", sagte Bayern-Profi Franck Ribery.

Die Niederländer können sich nach dem klaren 4:0 (1:0) gegen ihren vermeintlich stärksten Verfolger Rumänien in Gruppe D mittlerweile sogar zwei Patzer erlauben, ohne dass dies Folgen hätte. Das neuformierte Team feierte in Amsterdam den sechsten Sieg im sechsten Spiel. "Mit Vollgas nach Rio", schrieb der "Telegraaf". Bondscoach van Gaal könne "endlich ein schwarzes Kapitel seiner Trainerkarriere schließen, nämlich das Ausscheiden von Oranje vor der WM 2002".

Der selbstbewusste Trainer setzt zwar in erster Linie auf Jungstars wie Jeremain Lens oder Kevin Strootman, will aber auf einige bekannte Namen aus der Bundesliga noch lange nicht verzichten. Rafael van der Vaart (Hamburger SV) schoss gegen Rumänien das 1:0, Arjen Robben (Bayern München) bereitete den zweiten Treffer vor. "Das war das beste Länderspiel unter meiner Führung", sagte van Gaal.

Italien lief beim 2:0 (2:0) auf Malta ausschließlich mit Spielern des AC Mailand (5) und des Münchener Champions-League-Gegners Juventus Turin (6) auf. Nach dem Spiel sprachen aber wieder einmal alle nur von Balotelli. Der 22-Jährige schoss beide Tore und wurde von einigen gegnerischen Fans rassistisch beleidigt. "Es war gut, dass er so ruhiggeblieben ist. Kompliment für sein inneres Gleichgewicht", meinte Trainer Cesare Prandelli. "Wenn er mit dieser Kontinuität weiter trifft, wird er immer mehr zum Erfolgsgaranten."

 
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