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Großer Wirbel nach Di-Canio-Verpflichtung in England

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Großer Wirbel nach Di-Canio-Verpflichtung in England

01.04.2013, 18:39 Uhr | dpa

Großer Wirbel nach Di-Canio-Verpflichtung in England. Paolo Di Canios Verpflichtung sorgt für heftige Diskussionen.

Paolo Di Canios Verpflichtung sorgt für heftige Diskussionen. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Mit der Verpflichtung des umstrittenen italienischen Ex-Profis Paolo di Canio als neuen Trainer hat der englische Fußball-Club AFC Sunderland heftige Reaktionen ausgelöst. Vorstandsmitglied und Ex-Außenminister David Miliband trat umgehend zurück.

Der Chef des Netzwerks "Fußball gegen Rassismus in Europa" (FARE) bezeichnete di Canio via Twitter als "ersten faschistischen Trainer" in der Premier League. Der Verein und di Canio, der sich in der Vergangenheit zu rechtsradikalen Ansichten bekannt hatte, reagierten prompt. Sie wehrten sich in einer ausführlichen gemeinsamen Stellungnahme auf der Club-Homepage.

Von Rassismus zu sprechen, sei "absolut dumm, dumm und lächerlich", sagte di Canio. "Natürlich tut es weh, wenn Leute versuchen, dir deine würde zu nehmen. Das ist nicht fair", meinte der 44 Jahre alte Italiener. Er sagte allerdings auch: "Wenn ich jemanden verletzt haben sollte, tut es mir leid." Ihm seien aber Dinge falsch ausgelegt worden, meinte er.

Di Canio hatte sich in seiner Zeit als Spieler mehrfach mit offen rechtsradikalen Aktionen und Äußerungen ins Abseits manövriert. Er betonte nun, dass er nicht über Politik reden wolle, "weil das nicht mein Gebiet ist. Wir sind nicht im Parlament, sondern auf dem Fußballplatz", sagte er einen Tag, nachdem er als neuer Coach des
abstiegsbedrohten Tabellen-16. der englischen Fußball-Meisterschaft verkündet worden war.

Der frühere britische Außenminister Miliband warf seine Sachen als Vorstandsmitglied nach der Verpflichtung hin. "Im Lichte der früheren politischen Äußerungen des Trainers halte ich es für richtig zurückzutreten", erklärte Miliband am Ostersonntag. FARE-Chef Piara Powar beglückwünschte ihn via Twitter zu diesem Schritt: "Respekt vor Miliband."

Vereinschefin Margaret Byrne verteidigte hingegen das Engagement di Canios: "Ihn als Rassisten zu beschuldigen oder ihm faschistische Sympathien zu unterstellen, wie es einige gemacht haben, beleidigt nicht nur ihn, sondern auch die Integrität dieses Fußball-Vereins."

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