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David Moyes folgt bei Manchester United auf Sir Alex Ferguson

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Moyes tritt das schwere Ferguson-Erbe an

09.05.2013, 17:40 Uhr | dpa

David Moyes folgt bei Manchester United auf Sir Alex Ferguson. Sechs-Jahres-Vertrag bei Manchester United: David Moyes. (Quelle: imago/hoch-zwei)

Sechs-Jahres-Vertrag bei Manchester United: David Moyes. (Quelle: hoch-zwei/imago)

David Moyes wird Nachfolger des am Saisonende scheidenden Sir Alex Ferguson als Trainer bei Manchester United. Der 20-malige englische Meister bestätigte die Verpflichtung des 50-Jährigen, der einen Sechsjahresvertrag erhalten soll. Kurz davor hatte dessen bisheriger Arbeitgeber FC Everton bekanntgegeben, dass Moyes den Klub zum Saisonende verlassen wolle. Moyes habe in einem Gespräch dem Vorsitzenden Bill Kenwright seinen Wunsch bestätigt, bei Man United anzufangen. Der Schotte Moyes arbeitet seit 2002 für Everton.

Moyes war der Wunschkandidat von Ferguson. Die Trainer-Legende hält den Coach des zweiten Liverpooler Klubs für seinen idealen Nachfolger. "Ich bewundere seine Arbeit schon seit langem", sagte Ferguson. "Als wir die möglichen Kandidaten diskutiert haben, haben wir uns schnell auf David Moyes geeinigt. Er ist ein Mann mit großer Integrität und hoher Arbeitsmoral."

Ferguson wollte ihn schon vor Jahren zu United holen

Es ist keine zwei Monate her, da soll einer der Klub-Direktoren von Manchester United bei der Vorstellung, dass Moyes den großen Teammanager Ferguson beerben würde, in schallendes Gelächter ausgebrochen sein. 'Nie im Leben', soll der Mann gesagt haben, berichtete die Zeitung "Guardian". Moyes ist wie Ferguson Schotte, ja er stammt sogar wie der Sir aus Glasgow. Doch hier enden auf den ersten Blick die Gemeinsamkeiten.

Ferguson hat als Teammanager allein von ManUnited 38 Titel geholt. Moyes hingegen gewann in über elf Jahren beim FC Everton nichts! Dennoch ist Moyes eine naheliegende Wahl. Bereits vor 15 Jahren wollte Ferguson ihn als Assistenten zu sich holen. Damals war Moyes gerade als Trainer-Neuling bei Preston North End eingestiegen, wo er auch seine aktive Laufbahn beendet hatte. Die beiden Trainer trafen sich, doch Ferguson empfand den jungen Coach als "too intense", wie Moyes später mal erzählte, also als zu angestrengt, zu heißblütig - und entschied sich für Steve McClaren.

Im Vorteil gegenüber Mourinho

Zu heiß? Darin ist Moyes seinem Landsmann Ferguson durchaus ähnlich - und das ist nicht die einzige Parallele. Wie Ferguson gilt auch Moyes als ein Mann der Prinzipien. Seinen Vertrag bei den Toffees nach über elf Jahren dort zu brechen, wäre für ihn nicht in Frage gekommen. Der Kontrakt läuft im Sommer aus - nun ist Moyes frei für United.

Auf der Insel verbindet man Moyes mit Eigenschaften wie Ehrlichkeit und Verlässlichkeit; Attribute, wie sie im Zusammenhang mit dem Namen Jose Mourinho nicht allzu häufig fallen. Auch deshalb wird Moyes dem extravaganten Portugiesen vorgezogen, der selbst auf das Ferguson-Erbe geschielt hatte.

Entdecker eines Talents namens Rooney

Der dreimalige englische Trainer des Jahres Moyes mag mit Everton außer einem vierten Platz 2005 und dem Einzug ins FA-Cup-Finale 2009 nichts Zählbares erreicht haben. Doch in England wird er auch dafür geachtet, mit geringen finanziellen Mitteln recht viel herausgeholt zu haben. Zudem wird ihm ein gewisser Mut und ein Blick für Talente zugeschrieben. Er war es, der einst einem 16-jährigen Flegel namens Wayne Rooney zum Profidebüt verhalf.

Moyes selbst blickt auf eine recht bescheidene Spieler-Karriere zurück. Der frühere Verteidiger gewann 1982 mit Celtic Glasgow die schottische Meisterschaft, bereitete sich jedoch schon im Alter von 22 Jahren auf seine Trainer-Laufbahn vor. Die führt ihn jetzt mit 50 auf den Gipfel. Als siebter Schotte wird er Manchester United übernehmen. Fergusons Fußstapfen sind riesig, größer noch als die des legendären Matt Busby. Auf den folgte Wilf McGuinness, später Frank O'Farrell. Beide hielten sich nur anderthalb Jahre auf dem Cheftrainerposten.

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