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Confed Cup 2013: Maracanã-Stadion erhält Freigabe dank Militär

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Stadionposse in Rio: Blamage für Brasilien verhindert

31.05.2013, 12:14 Uhr | dpa

Confed Cup 2013: Maracanã-Stadion erhält Freigabe dank Militär. Das Spiel Brasilien gegen England findet nun doch im renovierten Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro statt.

Das Spiel Brasilien gegen England findet nun doch im renovierten Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro statt. (Quelle: dpa)

Rio de Janeiro (dpa) - Gracia Cristina Moreira Rosenkranz hat WM-Gastgeber Brasilien zwei Wochen vor Beginn des Confederations Cups eine Peinlichkeit sondergleichen erspart. Zweifel am Zustand des frisch renovierten Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro bleiben aber dennoch.

Wenige Stunden nach der Absage des mit Spannung erwarteten Testspiels zwischen dem fünffachen Fußball-Weltmeister und England wegen Sicherheitsbedenken genehmigte die diensthabende Richterin die Partie doch noch. Die Regierung des Bundesstaats Rio de Janeiro habe einen Bericht der Militärpolizei vorgelegt, nach dem die Sicherheit beim Spiel gewährleistet werden könne, hieß es.

Am Donnerstagabend hatte die Stadionposse mit einem Beschluss von Richterin Adriana Costa dos Santos ihren Anfang genommen. Sie gab einem Antrag der Staatsanwaltschaft statt und untersagte das Eröffnungsspiel aus Sicherheitsgründen. Laut der Zeitung "Folha de Sao Paulo" war bemängelt worden, dass in dem legendären Stadion noch Bauschutt herumliege. Dieser könnte von gewalttätigen Fans als Waffe benutzt werden. Santos' Einstweilige Verfügung wurde Stunden später von Rosenkranz wieder aufgehoben.

"Bürokratischer" Fehler bei Polizeibericht

Eine Inspektion habe ergeben, dass die Sicherheitsvorkehrungen sehr wohl den Vorschriften entsprächen, teilte das Gericht mit. Der Bundesstaat Rio erklärte derweil, dass alle Vorschriften erfüllt seien, der entsprechende Polizeibericht aufgrund eines "bürokratischen Fehlers" aber nicht rechtzeitig übergeben worden sei. Im legendären Maracanã, in dem auch am Donnerstag noch fleißig gewerkelt wurde, sollen zwei Gruppenspiele und das Finale des Confederations Cups (15. bis 30. Juni) sowie im kommenden Jahr das Endspiel der WM ausgetragen werden. Die 74 000 Zuschauer fassende Arena war zweieinhalb Jahre lang für umgerechnet 330 Millionen Euro renoviert worden. Ursprünglich sollte es bereits im Dezember 2012 fertiggestellt sein.

Bei einer Inspektionsreise vor vier Wochen hatte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke bereits angemerkt, dass bis zum Confed Cup nicht alles "zu 100 Prozent" fertiggestellt sein werde. "Dies darf und wird es beim World Cup nicht geben", schrieb er den WM-Ausrichtern ins Stammbuch. Dagegen hatte Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff erst vor wenigen Tagen die sechs Arenen für die WM-Generalprobe gelobt, darunter auch das Maracanã-Stadion.

Niederlage gegen England wäre böses Omen

Bei der sportlichen Ouvertüre steht für die Brasilianer mehr auf dem Spiel als der Sieg in einem Freundschaftsmatch. Eine Niederlage gegen England käme in den Augen vieler Brasilianer einem bösen Omen gleich. Denn der Aberglaube sitzt tief im größten Land Südamerikas. Nicht ohne Grund absolviert die Seleção in diesem Jahr ihre Turniervorbereitung erstmals wieder in Rio. Zuletzt hatte man 1970 vor dem dritten WM-Titel auf dem Gelände im Stadtteil Urca trainiert. Würden die Engländer, die Trainer Luiz Felipe Scolari schon den Amtsantritt im Februar mit ihrem 2:1-Sieg vermiest hatten, nun auch noch bei der Einweihungsfeier gewinnen, wäre die Aufregung groß am Zuckerhut.

Um ein solches Szenario zu verhindern, hatte der Verband CBF sogar die Defensivspieler Dante und Luiz Gustavo vom FC Bayern noch vor dem Finale des DFB-Pokals gegen Stuttgart nach Hause beordert. "Für uns beginnt die Weltmeisterschaft schon am Sonntag. Daher brauchen wir bereits jetzt jeden Spieler", begründete Brasiliens Technischer Direktor Carlos Alberto Parreira die Maßnahme. 2013 gelang den Brasilianern, die in der Weltrangliste auf Platz 19 abgestürzt sind, bislang nur ein Sieg über Bolivien.

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