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Brasilien und FIFA rufen zu friedlichen Protesten auf

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Brasilien und FIFA rufen zu friedlichen Protesten auf

18.06.2013, 17:55 Uhr | dpa

Brasilien und FIFA rufen zu friedlichen Protesten auf. In Brasília besetzten Demonstranten das Dach des Nationalkongresses.

In Brasília besetzten Demonstranten das Dach des Nationalkongresses. (Quelle: dpa)

Rio de Janeiro (dpa) - Brasiliens stellvertretender Sportminister Luis Fernandes und FIFA-Abteilungsleiter Federico Addiechi haben die friedlichen Proteste gegen die Fußball-WM als Zeichen der funktionierenden Demokratie in Brasilien bezeichnet.

"Wir hatten 20 Jahre eine Diktatur. Das Recht auf Demonstrationen und freie Meinungsäußerung sind ein wesentlicher Bestandteil unseres freien Lebens", sagte Fernandes beim täglichen Media Briefing des Fußball-Weltverbandes FIFA während des Confed Cups in Rio de Janeiro.

Gleichzeitig verurteilte Fernandes gewalttätige Aktionen. Trotz der Proteste mit geschätzt mehr als 200 000 Menschen in mehr als zehn Städten glaubt der Politiker an einen positiven WM-Effekt. "99 Prozent der Menschen freuen sich, dass die WM in unserem Land stattfindet", sagte er.

Zuvor hatte FIFA-Präsident Joseph Blatter die Überzeugung geäußert, dass die Proteste im Turnierverlauf abnehmen würden. "Der Fußball ist stärker als die Unzufriedenheit der Menschen. Wenn der Ball einmal rollt, werden die Menschen das verstehen, und das wird aufhören", sagte er der Zeitung "Estado de São Paulo".

In Addiechi, dem Leiter der Abteilung für Corporate Social Responsibility, äußerte sich ein FIFA-Offizieller positiv über die Proteste. Man müsse den friedlichen Demonstranten "applaudieren", sagte der Argentinier und verwies auf die Zeit der Militärdiktatur in seinem Heimatland, wo dies unmöglich gewesen sei.

Die FIFA und die lokalen WM-Organisatoren hatten Stellungnahmen zu den Protesten bisher abgelehnt und auf die Zuständigkeit der brasilianischen Sicherheitsbehörden verwiesen. In diese habe man weiterhin "absolutes Vertrauen", hieß es auch.

Beim Testlauf für die WM 2014 war es im Land des Rekordchampions bei drei von bislang vier Spielen zu Protesten in den jeweiligen Spielorten gekommen. Die Polizei setzte dabei teilweise Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstranten ein. Der Ablauf der Spiele war allerdings bisher in keiner Form gefährdet. Auch am Montag in Belo Horizonte hätten alle organisatorischen Prozesse im Estadio Mineirao beim Spiel zwischen Nigeria und Tahiti (6:1) funktioniert, berichtete OK-Sprecher Saint-Clair Milesi.

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