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8:0 gegen Tahiti: Uruguay bucht Halbfinale

23.06.2013, 23:00 Uhr | dpa

8:0 gegen Tahiti: Uruguay bucht Halbfinale. Abel Hernandez (l) eröffnete das Schützenfest gegen Tahiti mit seinem 1:0 in der 1.

Abel Hernandez (l) eröffnete das Schützenfest gegen Tahiti mit seinem 1:0 in der 1. (Quelle: dpa)

Recife (dpa) - Mit einer B-Auswahl hat Uruguay leicht und locker den Einzug ins Halbfinale beim Confed Cup geschafft und das brisante Duell mit Brasilien perfekt gemacht. Beim 8:0 (4:0) gegen den krassen Außenseiter Tahiti stellte der Südamerikachampion zudem eine Bestmarke auf.

Abel Hernández erzielte nach 79 Sekunden den schnellsten Treffer der Turniergeschichte.

Mit drei weiteren Toren (24./45.+1/67./Foulelfmeter) schaffte der Angreifer zudem als erst vierter Spieler in der Confed-Cup-Historie vier Tore in einem Spiel. Die weiteren Tore zum zweithöchsten Erfolg bei einer Mini-WM im Pernambuco-Stadion von Recife erzielten Diego Lopez (27.), Nicolas Lodeiro (61.) und der spät eingewechselt Luis Suárez (82./90.).

Am Mittwoch kommt es im Semifinale in Belo Horizonte nun zum Aufeinandertreffen mit Fußball-Rekordchampion Brasilien. Das Duell weckt am Zuckerhut schmerzhafte Erinnerungen an den sogenannten Maracanazo, als Uruguay 1950 Brasilien bei der Heim-WM im Maracana-Stadion durch ein 2:1 den sicher geglaubten Titel entriss.

Auch Uruguays Trainer Oscar Tabarez dachte wohl schon an das bevorstehende Nachbarschaftstreffen und tauschte sein Team gegen Tahiti komplett aus. Er verzichtete somit gleich auf seine drei Starangreifer Diego Forlan, Luis Suarez und Edinson Cavani. Die Nummer vier des zweifachen Weltmeisters füllte die Lücke problemlos. Hernández war in der 2. Minute erstmals zur Stelle.

Der Angreifer von US Palermo spielte beim Kopfball seine physischen Vorteil aus und nickt zur frühen Führung ein. Damit löschte er den Treffer des Türken Tuncay Sanli aus den Rekordbüchern, der 2003 gegen Kolumbien nach 105 Sekunden das bislang schnellste Confed-Cup-Tor erzielt hatte.

Tahiti blieb auch in seinem letzten Turnierspiel seiner Taktik treu, zwar sehr defensiv, aber nicht ängstlich zu spielen. Fast 40 Prozent Ballbesitz verdeutlichten dies. Ihr einziger Profi, Marama Vahirua, trieb das Team immer wieder nach vorne. Der ersehnte zweite Turniertreffer wollte aber nicht gelingen.

Uruguay dosierte seine Angriffsbemühungen und schraubte das Ergebnis kontinuierlich in die Höhe. Seinen besonderen Moment hatte Tahiti-Torwart Gilbert Meriel (50.). Einen Foulelfmeter von Andrés Scotti parierte der Schlussmann. Die Zuschauer in Recife feierten ihn für die Parade euphorisch. Eine Minute später sah Scotti dann auch noch Gelb-Rot. Hernández allerdings ließ sich eine weitere Strafstoß-Chance nicht entgehen und machte sein viertes Tor für den Eintrag in eine weitere Rekordliste. Für Tahitis Verteidiger Teheivarii Ludivion war das Turnier nach einer Gelb-Roten-Karte (59.) da schon beendet.

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