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Fußball in Italien: Steuer-Razzia gegen Spielerberater durchgeführt

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Steuer-Razzia: Italiens Fußball droht nächster Skandal

26.06.2013, 15:30 Uhr | dpa

Fußball in Italien: Steuer-Razzia gegen Spielerberater durchgeführt. Auch beim Meister Juventus Turin wurden die Papiere durchsucht.

Auch beim Meister Juventus Turin wurden die Papiere durchsucht. (Quelle: dpa)

Rom (dpa) - Schiedsrichterbestechung, Ergebnisabsprachen, Wettmanipulation, Rassismus und nun Steuerbetrug - Italiens Fußball droht der nächste Skandal.

Die landesweite Razzia der Finanzpolizei bei 41 Erst-, Zweit- und Drittligisten hat den "Calcio italiano" aus seiner sommerlichen Trägheit gerissen. Außer bei Cagliari Calcio und dem FC Bologna wurde bei allen Serie A-Clubs inklusive der Top-Adressen Juventus Turin, SSC Neapel, AC und Inter Mailand sowie Lazio und AS Rom Dokumente beschlagnahmt.

Große Skandal-Schlagzeilen verdrängen die erhoffte EM-Revanche der "Squadra Azzurra" gegen Spanien beim Confederations Cup in Brasilien und die üblichen Transfergeschichten in den Sporttageszeitungen: "Steuerhinterziehung - Ein Sturm über dem italienischen Fußball", titelte der "Corriere dello Sport" am Mittwoch. "Der Alptraum kehrt zurück", schrieb die "Gazzetta dello Sport".

Die federführende Staatsanwaltschaft Neapel ermittelt bislang nicht gegen die Clubs, sondern gegen zwölf Spielerberater, die Transfers mit den betroffenen Vereinen abgewickelt haben. Insgesamt haben die Ermittler unter Leitung von Staatsanwalt Giovanni Melillo 55 verdächtige Transfers im Visier.

Bei den Verträgen sollen Clubs, Berater und Spieler gemauschelt haben, um in Italien Steuern- und Sozialabgaben zu sparen. Die Liste der im Raum stehenden Straftaten ist lang: Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Urkunden- und Bilanzfälschung. Einigen Verdächtigten wirft die Staatsanwaltschaft nach Medienberichten auch Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor, was das mögliche Strafmaß deutlich erhöht. Sollte es zu einem Prozess und einer Verurteilung kommen, drohen den Angeklagten mehrjährige Haftstrafen.

Bereits vor einem Jahr waren die Ermittlungen in Neapel eingeleitet worden. Ausgangspunkt waren angebliche Unregelmäßigkeiten in den Verträgen von Ezequiel Lavezzi. Der Stürmer war 2007 für sechs Millionen Euro vom argentinischen Club San Lorenzo zum SSC Neapel gewechselt und 2012 für 27 Millionen Euro an Paris Saint German verkauft worden.

An den Verhandlungen war auch Luciano Moggis Sohn, Alessandro, beteiligt. Moggi Senior war 2006 wegen Schiedsrichter-Bestechung und Liga-Manipulation zu einem lebenslangen Berufsverbot im Fußball verurteilt worden. Wegen der Machenschaften seines damaligen Managers musste Rekordmeister Juve einen Zwangsabstieg in die Serie B hinnehmen. Moggi Junior betreibt seit April 2012 wieder eine Agentur, die in diesem Frühjahr bereits durchsucht wurde. Alessandro Moggi gehört zu den zwölf Spielerberatern, gegen die in Neapel ermittelt wird.

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