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Confed Cup 2013: Brasilien fiebert Finale gegen Spanien entgegen

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Brasilien fiebert Spanien entgegen

29.06.2013, 10:14 Uhr | dpa

Confed Cup 2013: Brasilien fiebert Finale gegen Spanien entgegen. Neymar hat sich im Nationaltrikot als Führungsspieler bewiesen.

Neymar hat sich im Nationaltrikot als Führungsspieler bewiesen. (Quelle: dpa)

Rio de Janeiro (dpa) - Nach aufregenden Wochen mit Massenprotesten und Fußballfesten der Seleção fiebert ganz Brasilien dem Traumfinale beim Confed Cup entgegen.

"Wir wissen um unsere Bedeutung für Brasilien in diesen Zeiten. Und wir sind glücklich, dass wir vielen Menschen eine Freude machen können, denen es nicht so gut geht. Alles zählt, um ein besseres Land zu werden", sagte der neue Stürmerstar Neymar vor dem Schlager. Der 57 Millionen Euro teure Neuzugang des FC Barcelona trifft beim Duell zwischen dem Rekord- und dem aktuellen Weltmeister Spanien auch auf seine künftigen Mitspieler.

Vor der großartigen Kulisse von knapp 70 000 Zuschauern im legendären Maracanã bestreitet Neymar zudem sein Abschiedsspiel, bevor er ein Jahr vor der Heim-WM das Abenteuer Europa wagt. Was er dabei empfinden werde? "Daran habe ich gar nicht gedacht. Das ist was ganz Neues. Ich weiß nicht, wie ich mich fühlen werde", meinte das Toptalent des FC Santos bei einer Pressekonferenz vor etwa 200 Medienvertretern. "Ich weiß nicht, ob ich weinen werde. Aber meine Emotionen werden sehr stark sein."

Den brasilianischen Fans versprach der 21-Jährige: "Ich kämpfe gegen Spanien für mein Land, aber im nächsten Monat feiern wir alle mit der gleichen Mannschaft - mit Barcelona!" Xavi und Co. erwartet nach dem Halbfinalsieg im Elfmeterschießen gegen Italien noch einmal einen Kraftakt. "Wir müssen sehen, wie wir uns in der kurzen Zeit bis zum Finale erholen. Es wird ein schwieriges Spiel. Brasilien hat fünfmal die Weltmeisterschaft gewonnen und wir einmal, Brasilien hat mehrmals den Confed Cup geholt. Aber wir werden hochmotiviert sein", sagte Nationaltrainer Vicente del Bosque.

"Meine Spieler haben schon viel gewonnen, aber sie wollen unbedingt auch im Maracanã gewinnen", meinte der 62-Jährige vor dem Duell der Taktik-Füchse mit Luiz Felipe Scolari (64). Dessen Mitstreiter Carlos Alberto Parreira, Technischer Leiter der Seleção und Trainer der Weltmeister-Mannschaft von 1994, prophezeite bei TV Globo bereits das Ende der spanischen Erfolgsserie: "Es ist Zeit, und es wird passieren. Ich bin verrückt danach, gegen sie im Endspiel anzutreten. Es ist eine Herausforderung."

Der Welt- und Europameister ist nun seit bereits 29 Pflichtspielen ungeschlagen. Die bislang letzte Niederlage setzte es bei der WM 2010 in Südafrika mit dem 0:1 in der Vorrunde gegen die Schweiz. La Roja hat das Turnier der Kontinental-Meister noch nie gewonnen. Voller Vorfreude denkt Javi Martínez an das reizvolle Endspiel. "Jetzt habe ich die Chance, noch einen vierten Titel zu gewinnen gegen Luiz und Dante", erklärte der spanische Mittelfeldspieler des FC Bayern.

Sein Münchner Kollege Luiz Gustavo hat sich bei der "Mini-WM" einen Stammplatz in der Seleção erobert und soll am Sonntag die Kreise der spanischen Mittelfeld-Asse Xavi und Iniesta stören. "Schwer zu sagen, wie man das machen kann, aber ich werde mich gut vorbereiten und ich weiß, dass ich es schaffen kann", sagte er und verwies auf die Champions-League-Triumphe der Bayern gegen den FC Barcelona: "Ich hatte ja schon die Gelegenheit, gegen beide zu spielen. Ich weiß also, was ich machen muss."

Das dominante Spiel der Spanier fürchtet er nicht: "Statistiken sind auch nur Nummern. Und in diesem Jahr haben wir Barcelona trotz weniger Ballbesitz besiegt."

Für Brasilien wäre ein Turniersieg trotz aller Euphorie im Hinblick auf die WM im nächstes Jahr ein schlechtes Omen: Nach den Erfolgen 2005 in Deutschland und 2009 in Südafrika scheiterte die Mannschaft jeweils ein später bei der WM im Viertelfinale. "Wir wollen uns weiterentwickeln, egal, was die Geschichte sagt", erklärte Dante, der wohl wieder auf der Bank Platz nehmen muss. Der Wuschelkopf wird das Spiel trotzdem genießen können: Für Brasilien hat schon das WM-Feeling begonnen. "Ich glaube", sagte Neymar, "die ganze Welt wollte ein Finale wie dieses".

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