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Eintracht-Dino Nikolov schuftet in den USA

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Eintracht-Dino Nikolov schuftet in den USA

11.07.2013, 11:38 Uhr | dpa

Eintracht-Dino Nikolov schuftet in den USA. Oka Nikolov will es in der MLS noch einmal wissen.

Oka Nikolov will es in der MLS noch einmal wissen. (Quelle: dpa)

Philadelphia (dpa) - Am Anfang des Abenteuers stand ein Anruf. Mitten im Sommerurlaub auf Kreta hatte Torwart Oka Nikolov Nick Sakiewicz am Apparat.

Der Miteigentümer der Philadelphia Union fragte den zuletzt ältesten Fußball-Bundesligaspieler, ob er sich vorstellen könne, in der Major League Soccer (MLS) zu spielen. Das 39 Jahre alte Urgestein von Eintracht Frankfurt konnte, wenn auch erst nach reiflicher Überlegung. Nach 22 Jahren bei der Eintracht, 19 davon im Profibereich, brach Nikolov nach Philadelphia auf, um sich im Spätherbst seiner Karriere einen Lebenstraum zu erfüllen.

"Ich wollte schon immer gern in den USA spielen. Das Land reizt mich, und ich verfolge die MLS schon länger. Sie hat in den vergangenen fünf Jahren einen großen Sprung nach vorn gemacht", sagte Nikolov der Nachrichtenagentur dpa. Es sei ihm indes schwer gefallen, seine Eintracht zu verlassen, "doch so viel Zeit habe ich nicht mehr. Und so ein Angebot kommt auch nicht mehr so schnell", begründete er den Schritt. Zuvor hatte er sich mit dem früheren Nationalspieler Arne Friedrich ausgetauscht, der seine Karriere in den USA ausklingen ließ.

Man könnte meinen, Nikolov wolle am Ende seiner Laufbahn noch einmal möglichst bequem viel Geld kassieren. Das passt jedoch nicht zum Charakter des "ewigen Oka", der seit 1991 bei der Eintracht immer loyal, kollegial und vernünftig seinem Handwerk zwischen den Pfosten nachgegangen ist. "Ein Beckham oder Henry können in der MLS viel Geld verdienen. Und auf Urlaub machen, ist hier auch nicht drin. Ich muss genauso Gas geben wie in der Bundesliga", stellt Nikolov klar: "Ich bin geholt worden, weil ich ein erfahrener Torwart bin." 379 Bundesligaspiele im Dress der Eintracht hat er absolviert.

Für den Eintracht-Dino ist es zunächst ein Engagement auf Zeit. Mit den Clubbossen hat er sich auf einen Halbjahres-Vertrag geeinigt. Dann ist die Saison in den USA vorbei. Eventuell verlängert sich der Kontrakt dann um ein weiteres Jahr.

Vor knapp zwei Wochen ist Nikolov an der Ostküste gelandet. An der Sicherheitsschleuse freuten sich die Beamten über den neuen Keeper der Philadelphia Union. "Fußball ist sehr beliebt. Viele Kids spielen hier Soccer", berichtet der Neuling. Die Vereinsbosse holten den im Odenwald geborenen Mazedonier vom Flughafen ab und fuhren mit ihm direkt zum Stadion. Das Heimspiel gegen Dallas (2:2) stand auf dem Programm. "Die Union-Fans hinter dem Tor haben ordentlich Rabbatz gemacht", erzählt der Hesse.

Weniger Freude bereiteten ihm die folgenden Tage. "Ich musste viel Papierkram erledigen, mir eine Sozialnummer und ein Auto besorgen", erzählt der Torwart, der mittlerweile allein den Weg durch die Millionen-Metropole zum Training findet - wenn auch mit Navi. Viel von seinen neuen Mitspielern hat er noch nicht mitbekommen. Drei Tage nach seiner Ankunft standen zwei Auswärtsspiele an. "Das gesamte Team war fünf Tage weg. Ich habe in der Zeit ausgiebig mit dem Torwart der Jugendakademie trainiert."

Im Kader des Vierten der Eastern Conference hat er noch nicht gestanden, seine Spielgenehmigung liegt er seit kurzem vor. Noch ist alles neu und ungewohnt. "Ich befinde mich in der Findungsphase", beschreibt Nikolov seine Situation. Immerhin kann er sich in Deutsch unterhalten: mit seinem Kollegen Conor Casey. Der US-Amerikaner spielte früher in der Bundesliga für Hannover und Mainz. Doch auch mit der englischen Sprache "wird es jeden Tag besser". Vom Hotel ist er mittlerweile in ein Appartement in der Innenstadt gezogen. In der kommenden Woche kommen Frau und Tochter für die Zeit der Sommerferien in die Staaten.

Dann steht Sightseeing auf dem Programm. Beim Baseball war Nikolov bereits: Philadelphia Phillies gegen Atlanta Braves. "Das war ein spannendes Spiel über drei Stunden", berichtet der Mazedonier, der allerdings unter der extremen Hitze von bis zu 32 Grad litt. Doch für sein Amerika-Abenteuer nimmt er auch das klaglos hin.

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