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FC Farnborough hat Messi, Pele und Co. im Kader

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Fußball  

Ein "Beckenbauer" für den FC Farnborough

20.08.2013, 13:19 Uhr | dpa

FC Farnborough hat Messi, Pele und Co. im Kader. Ein "Beckenbauer" spielt auch beim FC Farnborough. (Quelle: imago/Werek)

Ein "Beckenbauer" spielt auch beim FC Farnborough. (Quelle: Werek/imago)

In England gibt es derzeit eine kuriose Werbeaktion zu bestaunen: Wenn Coach José Mourinho im Training die Laufwege der Spieler korrigiert, muss Alex Ferguson den Mund halten. Er ist nur Co-Trainer des englischen Sechstligisten FC Farnborough.

Daher ist er gut beraten, sich nicht einzumischen, wenn Pele, Diego Maradona, Lionel Messi oder David Beckham etwas ratlos schauen, weil sie die Anweisungen ihres Chefcoachs nicht verstehen.

Best, Cruyff, Gascoigne und Beckenbauer im Kader

Der Klub aus dem 60.000-Einwohner-Städtchen ziemlich genau in der Mitte zwischen London und Southampton stand aus finanziellen Gründen vor dem Aus, dennoch - oder gerade deswegen - stehen seit ein paar Tagen die Namen der großen Stars des Fußballs auf dem Kaderbogen. Mourinho hat auch Franz Beckenbauer, George Best, Johan Cruyff, Paul Gascoigne, John Terry und sogar Lothar Matthäus zur Verfügung.

"Wir haben das großartigste Team zusammen, das die Welt je gesehen hat", sagte der Coach in der vergangenen Woche im "Daily Mirror". Er hatte aber nicht nur gute Nachrichten für die Leser: Pele und Maradona hätten sich beispielsweise zunächst darüber gestritten, wer das Trikot mit der Nummer 10 tragen darf.

Was ist da los in Farnborough? Nicht viel. Und deswegen fehlt dem Verein das Geld, um den Spielbetrieb in der Liga zu sichern. Anfang des Jahres sollen es zwei Millionen Pfund (2,35 Millionen Euro) gewesen sein. Insolvenz wurde angemeldet. Die Klub-Bosse gingen auf Sponsorensuche und wurden bei einem Wettanbieter fündig. Das Unternehmen ließ Kohle springen, flockte seinen Schriftzug auf die Brust der Jerseys, benannte das Stadion um - und ließ die Namen der Kicker ändern.

Aus Joshua Higgins wird Lothar Matthäus

Das funktioniert in England recht günstig und problemlos. Ein Künstlername kostet etwa 30 Pfund (35 Euro). Wer 82 Euro drauflegt, kann sich den neuen Namen sogar in seinen Pass eintragen lassen. So wurden aus Amateurkickern Weltstars. Abwehrspieler Adam Doyle nennt sich nun Paolo Maldini, Mittelfeldspieler Joshua Huggins heißt Lothar Matthäus und Stürmer Reece Connolly wird Gary Lineker gerufen.

Die Liga stellt sich quer

"Unser Deal hat den Verein gerettet", meinte Coach Mourinho, der früher Spencer Day hieß. Ob er aber jemals mit dem Team und den schillernden Namen zu einer Partie antreten wird, ist fraglich. Die Liga stellt sich quer und macht nach der vermeintlichen Rettung weitere Auflagen. Die ersten beiden Saisonspiele der "Startruppe" wurden vorsorglich verschoben. Bei den Gegner kommt das alles jedenfalls nicht gut an. Für das vergangene Wochenende konnte "Mou" noch nicht einmal einen Testspielgegner finden.

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