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Simunic mit Brutalo-Foul: "Würde es morgen wieder tun"

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Simunic mit Brutalo-Foul: "Würde es morgen wieder tun"

08.09.2013, 11:50 Uhr | dpa

Simunic mit Brutalo-Foul: "Würde es morgen wieder tun". Josip Simunic (m) schützt ihm Zweikampf weder sich noch Gegner.

Josip Simunic (m) schützt ihm Zweikampf weder sich noch Gegner. (Quelle: dpa)

Belgrad/Berlin (dpa) - Josip Simunic gilt als umgänglicher Typ und auch als ehrliche Haut. Nach seinem üblen Foul im WM-Qualifikationsspiel Kroatiens in Serbien (Endstand 1:1) konnte der frühere Bundesliga-Profi aber auch nichts beschönigen. Die Bilder waren zu deutlich und geradezu schockierend.

"Es war 100 Prozent eine Rote Karte. Ich entschuldige mich bei Miralem Sulejmani", sagte Simunic. Und fügte dennoch an: "In der Situation musste ich es machen und würde es morgen wieder tun", zitiert die Zeitung "Vecernji List" den 35-Jährigen.

Im Sprinttempo eilte Serbiens Stürmer Sulejmani Richtung kroatische Spielhälfte - die Chance zum Siegtreffer im WM-Qualifikationsspiel hätte sich ihm beim Stand von 1:1 in der 80. Minute sicher geboten. Simunic wusste es zu verhindern und rammte seinen Kontrahenten mit voller Absicht um. Für einen kurzen Moment schien die bis dahin relativ ruhige Partie der großen Rivalen zu entgleisen. Der deutsche Schiedsrichter Felix Brych und seine Assistenten beruhigten die Lage. Der Platzverweis für Simunic war logisch.

"Das war das schlimmste Foul, das man je im Marakana gesehen hat", hieß es in serbischen Medien. Sulejmani wurde zitiert: "Simunic hat mich zertrümmert." Es wirkt wie ein Wunder, dass der Angreifer mit Prellungen und einem geschwollen Oberschenkelmuskel davon kam. Am Dienstag gegen Wales wird er ausfallen. Die WM-Teilnahme kann Serbien ohnehin nicht mehr schaffen. Dem Übeltäter Simunic droht eine deutlich längere Länderspielpause. Durch die bevorstehende Sperre wird er höchstwahrscheinlich mindestens den Rest der WM-Qualifikation verpassen. Kroatien muss als Tabellenzweiter hinter Belgien wohl in die Playoffs.

Die Online-Ausgabe des serbischen "Press" wählte martialische Worte: "Simunics Stil: Sulejmani töten, brechen, ausrotten". Dieses Vokabular wird Simunic natürlich nicht gerecht. Auch wenn der Verteidiger im Strafregister der Bundesliga in 271 Spielen für den Hamburger SV, Hertha BSC und 1899 Hoffenheim kein Unbekannter blieb. Sechs Platzverweise stehen zu Buche, dazu noch einer im DFB-Pokal.

Im kroatischen Nationaldress wurde der inzwischen für Dinamo Zagreb spielende Verteidiger erst einmal des Feldes verwiesen - und das auf kuriose Art und Weise. Bei der WM 2006 im Gruppenspiel gegen sein Geburtsland Australien zeigte ihm der englische Referee Graham Poll bei der zweiten Gelben Karte nicht den notwendigen Roten Karton. Erst als er gegen Simunic in der Nachspielzeit zum dritten Mal Gelb zückte, musste dieser runter - nicht wegen eines Foulspiels, sondern wegen Meckerns.

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