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Fußball  

In WM-Form: Brasilien schlägt Portugal mit 3:1

11.09.2013, 09:59 Uhr | dpa

In WM-Form: Brasilien schlägt Portugal mit 3:1. Pepe und Rui Patricio können einen Angriff von Neymar gerade noch stoppen.

Pepe und Rui Patricio können einen Angriff von Neymar gerade noch stoppen. (Quelle: dpa)

Boston (dpa) - Neun Monate vor Beginn der Fußball-WM sind Brasiliens Seleção und ihr Superstar Neymar schon in Top-Form. Das Team von Luiz Felipe Scolari feierte mit dem 3:1 (2:1) gegen Portugal seinen zweiten überzeugenden Saisonsieg.

Barca-Star Neymar, der als Torschütze und genialer Vorlagengeber glänzte, wurde einmal mehr mit Ovationen überschüttet. Dem hatten die Portugiesen wenig entgegenzusetzen, nicht zuletzt, weil sie ohne ihren verletzen Top-Star Cristiano Ronaldo auskommen mussten.

Begegnungen zwischen Brasilien und Portugal seien immer ein großes Spektakel, sagte Neymar. "Wer hat da nicht Lust zu spielen? Wir haben großen Fußball gezeigt und gewonnen." Dabei hatten die Portugiesen in der heiß umkämpften Partie im Gillette-Stadion von Boston am Anfang gleich Druck gemacht und waren in der 17. Minute durch einen Treffer von Raul Meireles in Führung gegangen. Doch das Team von Luiz Felipe Scolari ließ mit seiner Antwort nicht lange auf sich warten.

Erst traf Thiago Silva (23.) spektakulär mit dem Kopf, dann ließ Neymar in der 34. Minute gleich vier Abwehrspieler stehen und dem portugiesischen Keeper Rui Patrício mit einem Rechtsschuss keine Chance. In der zweiten Halbzeit legte der Confed-Cup-Sieger gleich nach. Schon in der 49. Minute erhöhte Jô zum 3:1-Endstand. Wolfsburgs Bundesliga-Profi Luiz Gustavo spielte die volle Zeit. Bayern-Verteidiger Dante kam diesmal nicht zum Einsatz.

"Das Duell gegen Portugal war nur dem Namen nach ein Freundschaftsspiel", bemerkte die Sportzeitung "Lance!". "In der ersten Halbzeit schien es wie bei der WM - ohne Übertreibung. Cristiano Ronaldo dürfte sich auf dem Sofa umgedreht haben, als er Neymar so hat spielen sehen." Beide Seiten schenkten sich nichts. Davon zeugten auch die sechs Gelben Karten.

Für Scolari war es der zweite Saisonerfolg nach dem 6:0 gegen Australien am Samstag. Der vermasselte Saisonauftakt mit der 0:1-Niederlage im August in der Schweiz ist vergessen. Felipão sind die Portugiesen vertraut. Schließlich hat er Portugals Team als Nationaltrainer bei der WM 2006 ins Halbfinale und 2008 bei der Europameisterschaft ins Viertelfinale geführt.

In neun Monaten soll der Traum vom sechsten WM-Titel wahr werden. Ganz anders als noch vor einem Jahr halten das inzwischen viele in Brasilien für möglich. Am 12. Oktober tritt die Seleção in Seoul gegen Südkorea und am 15. Oktober in Peking gegen Sambia an.

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