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Real Madrid: Mesut Özil wehrt sich gegen Vorwürfe

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Real tritt nach  

Özil wehrt sich gegen Vorwürfe

12.09.2013, 15:51 Uhr | t-online.de, sid

Real Madrid: Mesut Özil wehrt sich gegen Vorwürfe. Mesut Özil spielte von 2010 bis 2013 für Real Madrid. Einen Verabschiedung bekam der gebürtige Gelsenkirchener nicht. (Quelle: imago/Xinhua)

Mesut Özil spielte von 2010 bis 2013 für Real Madrid. Einen Verabschiedung bekam der gebürtige Gelsenkirchener nicht. (Quelle: Xinhua/imago)

Der Zwischenstopp in der Heimat war kurz. Voller Vorfreude auf das Abenteuer FC Arsenal stieg Mesut Özil nach der Ankunft von den Färöern in Frankfurt/Main umgehend ins Flugzeug Richtung London. Ganz unbelastet war er dabei allerdings nicht, denn fragwürdige Zitate bringen den deutschen Fußball-Nationalspieler in Spanien in Verruf.

Nach Özils Abschied vom spanischen Rekordmeister Real Madrid zu den Gunners wird übel nachgetreten, von der spanischen Presse wird er als unprofessioneller Frauenheld und Nachtschwärmer verunglimpft. Özil wehrt sich - sowohl persönlich als auch über seinen Vater und Berater Mustafa.

Harte Worte gegen Özil

Die Tageszeitung "ABC" hatte Real-Präsident Florentino Perez rufschädigende Sätze in den Mund gelegt. Bei der Mitgliederversammlung am kommenden Mittwoch wolle Perez den heftig kritisierten Verkauf Özils für 50 Millionen Euro mit harten Worten erklären: Der 24-Jährige sei "kein guter Profi", er sei "von Frauen besessen", sei mit Geliebten bis tief in die Nacht ausgegangen und habe "nur vier Stunden pro Tag geschlafen".

Özil nahm nach dem 3:0 mit der Nationalmannschaft auf den Färöern am Dienstagabend Stellung. "Die Leute, die mich kennen, wissen, wie professionell ich bin. Mehr muss ich dazu nicht sagen", erklärte er. In der "Sport Bild" sagte er, es solle "offensichtlich von verschiedenen Seiten nur Stimmung gemacht oder Schuld abgewälzt werden". Auch der Vorwurf, er habe sich in Gehaltsfragen schlicht verpokert, sei aus der Luft gegriffen. "Der Wunsch nach einer vorzeitigen Vertragsverlängerung ging ja nicht von uns, sondern von Real Madrid aus", sagte Özil, "nicht wir haben eine Erhöhung des Gehaltes angefragt, sondern Real wollte Anfang des Jahres den ohnehin bis 2016 laufenden Vertrag verlängern."

Will Real den Transfer unsauber rechtfertigen?

Mustafa Özil sagte dem "Express": "Mein Sohn hat für Real 159 Spiele am Stück absolviert und in drei Jahren 79 Torvorlagen gegeben. Das kann man nur, wenn man hochprofessionell arbeitet." Anscheinend will Madrid auf die unfeine Art den umstrittenen Verkauf Özils nachträglich rechtfertigen. Der Verein hat sich trotz des 100-Millionen-Euro-Transfers von Gareth Bale (Tottenham Hotspur) einige Kritik seiner Fans anhören müssen, da Özil der zuverlässigste Vorlagengeber für Superstar Cristiano Ronaldo war.

Ob die Zitate vom Verein lanciert wurden, ist unklar. In Torshavn am Dienstagabend hatte Özil keine wirklich überzeugende Leistung gezeigt, aber immerhin den Elfmeter zum vorentscheidenden 2:0 (74.) lässig verwandelt. Beim FC Arsenal erwarten alle von Özil, dass das Außergewöhnliche Normalität wird - am besten schon am Wochenende beim FC Sunderland. Am Donnerstag soll Özil, der Rekordtransfer der Gunners, offiziell vorgestellt werden.

Vater kündigt rechtliche Schritte gegen Perez und Berater an

Özil´s Vater kündigte mittlerweile rechtliche Schritte gegen Perez an. "Mesut soll der Sündenbock sein. Und ich der gierige Vater, der nur auf das große Geld gewartet hat. Ein abgekartetes Spiel, ein mieses Geschäft. Wir werden uns juristisch wehren", sagte Mustafa Özil der "Bild"-Zeitung. Er fügte hinzu: "Nur weil ein Mensch viel Geld verdient, ist er nicht automatisch ein Ehrenmann. Und Perez ist kein Ehrenmann."

Mustafa Özil erklärte, er wolle außerdem gegen einen Berater vorgehen, der in England "meine Unterschrift gefälscht hat unter einer Vollmacht, um Mesut in meinem Namen anzubieten. Wir haben juristische Schritte gegen diesen Menschen eingeleitet. Das ziehen wir durch."

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