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Wettskandal in Tschechien und Slowakei

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Wettskandal in Tschechien und Slowakei

12.09.2013, 20:35 Uhr | dpa

Bratislava (dpa) - Nach der Festnahme von zwölf tschechischen Fußballspielern sind auch sechs slowakische Profispieler in Zusammenhang mit einem grenzüberschreitenden Wettskandal festgenommen worden.

Wie der slowakische Polizeipräsident Tibor Gaspar in Bratislava bekanntgab, seien vier aktive Spieler des Erstligaklubs Dunajska Streda und drei ehemalige Spieler verschiedener Vereine angeklagt worden. Einer der sieben Männer sei geständig und kooperativ, weshalb er nicht festgenommen wurde. Die Spieler hätten zwischen 2000 und 60 000 Euro pro manipulierter Partie angenommen, erklärte Gaspar.

Gemeinsame Ermittlungen der tschechischen und der slowakischen Polizei hätten ergeben, dass mindestens 19 Spiele in beiden Ländern, darunter auch Erstligaspiele, manipuliert worden seien. Der Hauptorganisator der Wettspielbetrügereien werde "in einem asiatischen Land" vermutet. Konkrete Namen der verhafteten Spieler wollte Gaspar ebenso wenig nennen wie zuvor die tschechische Polizei.

Der Polizeipräsident lobte die vorbildliche Zusammenarbeit mit den Fußballverbänden Tschechiens und der Slowakei in der Affäre. Der slowakische Fußballverband SFZ gab auf seiner Internetseite bekannt, dass er sich von Anfang an aktiv an den Ermittlungen beteiligt habe: "Es ist im Interesse aller Fußballfreunde, den Fußball von jeder Korruption zu befreien."

Der Fußballverein DAC Dunajska Streda distanzierte sich auf seiner Internetseite von jeder Mitwisserschaft: "Wir haben erst von der Polizei die schockierende Information erhalten, dass vier unserer Spieler in diese zu verurteilende Angelegenheit verwickelt waren."

Auch in Tschechien sorgten die Ermittlungen für großes Aufsehen. Mehrere Spieler wurden vorläufig festgenommen. Das teilte ein Sprecher der Sondereinheit für Korruptionsbekämpfung in Prag am Donnerstag mit. Zwanzig weitere Spieler habe die Polizei vernommen und zur Aussage aufgefordert.

Die Polizei hatte am 11. September eine großangelegte Razzia begonnen und dabei 15 Wohnungen durchsucht. Der nationale Fußballverband habe "unwiderlegbare Beweise" erhalten, dass es in der zweiten Liga zu Spielmanipulationen gekommen sei, bestätigte dessen Vizevorsitzender Roman Berbr dem tschechischen Rundfunk. "Diese Informationen haben wir der Polizei übergeben", sagte Berbr.

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