Finke setzt sich durch
Eto'o stolpert über die eigenen Machtansprüche13.09.2013, 15:59 Uhr | t-online.de
Die Nachricht von Samuel Eto'os Rücktritt aus der Nationalmannschaft schlug in Kamerun ein wie eine Bombe. Nach 111 Länderspielen und 55 Toren war Schluss, von heute auf morgen. Scheinbar einfach so. Was blieb waren jede Menge Fragen zu den Beweggründen des 32-Jährigen. Doch wie jetzt bekannt wurde, brachte ein Machtkampf mit dem deutschen Trainer Volker Finke das Fass zum Überlaufen.
"Er ist der Einzige, der erklären kann, warum er sich so entschieden hat", hatte Finke noch nach Eto'os letztem Spiel (1:0 gegen Libyen) gesagt. Die Erklärung ist einfach: Wie der "kicker" berichtet, wollte Eto'o ein Mitspracherecht in Aufstellungsfragen. Dies lehnte Finke ab - und jagte somit den machtbesessenen Superstar ungewollt vom Hof.
Eto'o soll von Finke verlangt haben, auf insgesamt fünf Positionen eine Änderung vorzunehmen. Doch Finke ließ sich nicht reinreden. "Das war eine Mannschaft, die aus der Logik der letzten Spiele gewachsen war", so der 65-jährige Fußballlehrer, der genau den Spielern das Vertrauen schenkte, die er auf dem Zettel hatte.
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Das war offenbar zu viel für den Neuzugang des FC Chelsea, der es aus der Vergangenheit offenbar gewohnt war, nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz das Sagen zu haben.
Dieses Verhaltensmuster soll er auch bei seinem letzten Klub Anschi Machatschkala verfolgt haben. Das sagt zumindest Roberto Carlos, der bis vor Kurzem noch mit Eto'o zusammengespielt hatte. "Ich kenne Eto’o seit er 16 Jahre alt ist. Er ist ein guter Mensch und ich mag ihn, aber er denkt stets zuerst an sich, bevor er an die Gruppe denkt", sagte er "Globoesporte".
Auch bei dem russischen Klub soll er versucht haben, sich in die Trainerarbeit einzumischen. "Er hat bei Anschi alles gemacht, außer Fußball zu spielen. Er wollte Spieler, die mit ihm befreundet sind, in den Klub holen und zu Verträgen verhelfen. Dann kam irgendwann der Punkt, als er in meine Arbeit und die des Trainers, Guus Hiddink, eingreifen wollte, um den Verein zu steuern. Das ist sehr schädlich", so Carlos.
Trotz des schwierigen Charakters des 32-Jährigen ist seine sportliche Klasse unumstritten. "Er hat dem Fußball allgemein und dem Fußball in Kamerun ganz besonders viel gegeben", sagte Finke, der dem Angreifer deshalb wohl noch eine zweite Chance geben will: "Eto'o wird sich äußern, wenn es was Neues gibt. Die Tür ist nicht zu."
Finke hofft wohl noch auf ein Comeback: "Es gibt keine zugeschlagenen Türen für gute Spieler. Wie oft hat's schon einen Rücktritt vom Rücktritt gegeben? Eto'o ist der beste Stürmer in Kamerun und wenn er bei Chelsea ins Laufen kommt, dann wird er sich wieder melden."
13.09.2013, 15:59 Uhr | t-online.de
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