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Galatasaray gegen Besiktas: Istanbuler Stadtderby nach Platzsturm abgebrochen

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Zuschauer stürmen Platz  

Istanbuler Stadtderby abgebrochen

23.09.2013, 14:21 Uhr | sid, dpa

Galatasaray gegen Besiktas: Istanbuler Stadtderby nach Platzsturm abgebrochen. Sogenannte Fans attackieren einen Polizisten mit Stühlen. (Quelle: dpa)

Sogenannte Fans attackieren einen Polizisten mit Stühlen. (Quelle: dpa)

In der türkischen Süper Lig ist das Istanbuler Stadtderby zwischen Tabellenführer Besiktas und dem amtierenden Meister Galatasaray nach schweren Ausschreitungen kurz vor Schluss abgebrochen worden. Nach einer Roten Karte gegen Galatasaray-Profi Felipe Melo wegen grobem Foulspiels in der 92. Minute stürmten Hunderte Zuschauer den Platz im Atatürk Olimiya Stadion.

Polizei und Ordnungsdienst versuchten, die Lage zu beruhigen, doch zunächst ohne Erfolg. Zahlreiche Besiktas-Anhänger warfen mit Stühlen und wollten sogar die Katakomben des Stadions stürmen. Die beiden Mannschaften flüchteten in die Kabine.

Doppelpack von Drogba

Nach gut einer halben Stunde Randale wurde die Begegnung dann vorzeitig für beendet erklärt, der Schiedsrichter pfiff nicht mehr an. Galatasaray führte durch zwei Tore von Didier Drogba (60. Minute/72.) mit 2:1. Der ehemalige Bremer Profi Hugo Almeida (18.) hatte die Gastgeber zunächst in Führung geschossen.

"Schande und schwarzer Makel"

Die türkische Sport-Zeitung "Fanatik" schrieb nach den Ausschreitungen von einer "Schande", das Blatt "Takvim" von einem "schwarzen Makel". 76.127 Zuschauer hatten sich im Istanbuler Atatürk-Olympiastadion für das erste Stadtderby der Saison versammelt und damit einen landesweiten Besucherrekord aufgestellt.

Nach einer neuen Regelung des türkischen Fußballverbandes waren Anhänger der Gastmannschaft - in diesem Fall Galatasaray - nicht zu dem Match zugelassen. "Das Stadion war voller Besiktas-Fans", sagte der deutsche Student Deniz Schmick, der das Derby besuchte. "Es war schon eine gute Fußballstimmung, aber es gab auch immer wieder Taksim-Sprüche." Die Besiktas-Ultras von der linksanarchistischen Carsi-Gruppe hatten im Sommer bei den regierungskritischen Protesten am Istanbuler Taksim-Platz an vorderster Front mitgemischt.

"Müssen lernen, dass Fußball ein Spiel ist"

Nun soll der türkische Fußballverband (TFF) in den kommenden Tagen über Konsequenzen entscheiden. Die Zeitung "Habertürk" spekulierte, Galatasaray könnte ein kampfloser 3:0-Sieg zugesprochen werden. Besiktas - nach einem Betrugsskandal von der UEFA bereits für eine Saison von der europäischen Bühne verbannt - könnte demnach ein Zuschauerverbot für die nächsten sechs Spiele aufgebrummt bekommen. TFF-Vize Ufuk Özerten wollte nach dem Match-Abbruch zunächst nur soviel sagen: "Wir müssen lernen, dass Fußball ein Spiel ist."

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