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Skandal um Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen

27.09.2013, 13:32 Uhr | dpa

Skandal um Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen. Joseph Blatter bei der WM-Vergabe 2022 an Katar.

Joseph Blatter bei der WM-Vergabe 2022 an Katar. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Nach dem alarmierenden Bericht über die katastrophalen Arbeitsbedingungen auf den Baustellen zur Fußball-WM 2022 in Katar werden Stimmen nach einem Boykott oder einer neuen WM-Vergabe lauter.

"Ich frage mich, ob die Aspekte wie die Verlegung der WM (vom Sommer in den Winter), die Menschenrechte und die Störung des Sportkalenders nicht so groß sind, dass es die FA (englische Fußballverband) in Betracht ziehen sollte, nicht zu spielen", sagte das englische Parlamentsmitglied Damian Collins der Tageszeitung "Guardian". Er regte eine internationale Kooperation von Politikern auch mit Blick auf die Korruptionsvorwürfe rund um die Vergabe der WM an. "Die FIFA versteht und respektiert nur Geld. Die einzige Macht der FA ist, nicht anzutreten."

Sharan Burrow vom Internationalen Gewerkschaftsbund ITUC erneuerte ihre Kritik an den WM-Gastgebern und verwies via Twitter auf die Kampagne "www.rerunthevote.org". Auch die Internationale Spielergewerkschaft FIFPro fordert den Weltverband FIFA zum Handeln auf. "Wenn die Berichte wahr sind, muss der Fußball reagieren. Es ist unentschuldbar, dass das Leben der Arbeiter geopfert wird, zumal es moderne Gesundheits- und Sicherheitspraktiken in der Baubranche gibt", sagte FIFPro-Vorstandsmitglied Brendan Schwab. Zugleich forderte er die FIFA auf, mit der Internationalen Arbeitsorganisationen ILO Experten nach Katar zu schicken.

Die englische Tageszeitung "Guardian" hatte am Donnerstag berichtet, dass allein zwischen dem 4. Juni und dem 8. August insgesamt 44 nepalesische Gastarbeiter auf den WM-Baustellen wegen Herzversagens oder Arbeitsunfällen gestorben seien.

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