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Türkei scheitert in WM-Qualifikation - Opferfest-Krönung bleibt aus

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Opferfest-Krönung bleibt aus  

Türkei scheitert in WM-Qualifikation

16.10.2013, 13:56 Uhr | dpa

Türkei scheitert in WM-Qualifikation - Opferfest-Krönung bleibt aus. Der türkische Nationalspieler Burak Yilmaz wird die WM nur vor dem Fernseher verfolgen.

Der türkische Nationalspieler Burak Yilmaz wird die WM nur vor dem Fernseher verfolgen. Foto: epa. (Quelle: dpa)

Istanbul (dpa) - Es wäre die Krönung des Opferfestes Kurban Bayrami gewesen, das die Muslime in der Türkei derzeit begehen. Ein Sieg über die Niederlande hätte der türkischen Nationalmannschaft eine Chance auf ihre dritte WM-Teilnahme gelassen.

Nach der 0:2-Niederlage am Dienstagabend im Sükrü-Saracoglu-Stadion im Istanbuler Stadtteil Kadiköy machte sich in dem Fußball-verrückten Land aber Ernüchterung breit. "Adieu, Brasilien", schrieb die Zeitung "Posta". Die "Cumhuriyet" betrauerte ein "schlechtes Ende in Kadiköy". Und "Fanatik" titelte im Internet: "Bitterer Bayram".

Die Niederlage gegen den Spitzenreiter der Gruppe D kam nicht unerwartet. Zuvor war bereits immer wieder ein "Wunder" beschworen worden, damit sich die Mannschaft mit Halbmond und Stern auf den roten Trikots gegen Oranje durchsetzen könne. Das Team von Trainer Fatih Terim rannte zwar immer wieder gegen das Tor der Gäste an und strapazierte die Nerven der Fans - am Ende aber erfolglos.

"Wir entschuldigen uns beim gesamten türkischen Volk", sagte Terim, der erst im August erneut zum Nationaltrainer berufen wurde. Für den Sport in der Türkei wäre ein Sieg Balsam und eine wertvolle Abwechslung von Krisen und Skandalen gewesen. So sind die Istanbuler Traditionsclubs Fenerbahce und Besiktas derzeit von der Europäischen Fußball-Union UEFA wegen eines Manipulationsskandals in der Saison 2010/2011 gesperrt, als Spiele verschoben worden sein sollen.

Auch abseits von Manipulationsskandalen produzierte der türkische Fußball zuletzt zahlreiche Negativ-Schlagzeilen. Im vergangenen Monat musste das Derby zwischen Besiktas und Galatasaray zwei Minuten vor Schluss abgebrochen werden, als Hunderte Besiktas-Fans das Spielfeld stürmten, Stühle warfen und randalierten. Mannschaften und Trainer mussten in die Kabinen flüchten. Besiktas wurde zu einer Stadionsperre von vier Spielen verurteilt.

In anderen Sportarten hat eine Welle an Doping-Skandalen die Türkei erschüttert. Sie überschatteten Istanbuls Bewerbung für die Olympischen Spiele 2020, auf die die Türkei große Hoffnungen gesetzt hatte. Auch hier scheiterte das Land. Im vergangenen Monat setzte sich Tokio in der entscheidenden Abstimmung des Internationalen Olympischen Komitees gegen die Bosporus-Metropole durch. Zur Olympia-Niederlage mag auch das brutale Vorgehen der Polizei bei den regierungskritischen Protesten im Sommer beigetragen haben, das dem Image der Türkei im Ausland schwere Kratzer zugefügt hat.

Immerhin kam es nach der Niederlage gegen die Niederländer nicht zu Zwischenfällen oder Ausschreitungen. Selbst die fanatischsten Fans mussten die Überlegenheit der Holländer anerkennen.

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