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Wettskandal erschüttert österreichischen Fußball

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Waffengewalt und Erpressung  

Wettskandal im österreichischen Fußball

12.11.2013, 16:47 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Wettskandal erschüttert österreichischen Fußball. Dominique Taboga wollte offenbar selbst Spiele manipulieren. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Dominique Taboga wollte offenbar selbst Spiele manipulieren. (Quelle: GEPA pictures/imago)

Der österreichische Fußball wird von einem Manipulationsskandal erschüttert. Erstligaprofi Dominique Taboga soll sogar mit Waffengewalt bedroht worden sein. Nachdem der Abwehrspieler des SV Grödig Anzeige erstattet hat, wurden bereits drei Personen festgenommen. Unter den Verdächtigen "befindet sich ein ehemaliger Fußballspieler der Ersten Liga", sagte der Sprecher der Salzburger Staatsanwaltschaft, Marcus Neher der APA. Laut der "Kronen Zeitung" soll es sich um Ex-Nationalspieler Sanel Kuljic handeln.

Laut dem Bericht soll Taboga erpresst worden sein, Spiele zu manipulieren und laufend Geldbeträge an die Erpresser zu zahlen. "Andernfalls hätte das 'schwere Folgen' für ihn und seine Familie. Und seine Karriere würde ein 'jähes Ende' finden", zitierte krone.at aus einem internen Polizeibericht.

Tabogo soll nach eigenen Angaben bereits 87.000 Euro an die mutmaßlichen Erpresser bezahlt haben. Bei der Übergabe von weiteren 3000 Euro schnappte eine Spezialeinheit zu.

"Wir sind schockiert"

Taboga wurde weiter vernommen, aber nur als Opfer. Der 31-Jährige hatte am Tag zuvor seinen Verein über die angebliche Erpressung informiert und bei der zuständigen Polizei in Salzburg Selbstanzeige erstattet. Von seinem Verein wurde er zunächst freigestellt.

"Das kam für uns völlig aus dem Nichts. Wir sind schockiert", sagte Grödigs Manager Christian Haas. "Er hat uns erklärt, dass er erpresst wird von der Wettmafia wegen Spielmanipulationen." Beim Sender Sky Sport News HD betonte der Vereins-Manager: "Mir fällt keine Szene ein, bei der man sich vorstellen kann, dass da eine Manipulation vorlag."

Vernehmungen laufen

Es werde ein Ermittlungsverfahren wegen Erpressung durchgeführt, erklärte unterdessen Staatsanwaltschafts-Sprecher Neher. Die Verdächtigen seien derzeit in polizeilicher Verwahrungshaft und noch nicht in die Justizanstalt Salzburg überstellt worden. Die Vernehmungen seien nicht abgeschlossen.

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