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Ein deutscher Retter brachte in Southampton die Wende

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Ein deutscher Retter brachte in Southampton die Wende

21.11.2013, 14:55 Uhr | dpa

Ein deutscher Retter brachte in Southampton die Wende. Rickie Lambert steht stellvertretend für die gute Entwicklung in Southampton.

Rickie Lambert steht stellvertretend für die gute Entwicklung in Southampton. Foto: Facundo Arrizabalaga. (Quelle: dpa)

London (dpa) - "I'm over the moon", sagte Rickie Lambert in den vergangenen Wochen regelmäßig, wenn er nach einem Fußballspiel gefragt wurde, wie es ihm geht.

Der Stürmer des FC Southampton benutzt die in England weit verbreitete schöne Redewendung ständig, um bildhaft auszudrücken, dass er gerade überglücklich ist. Kein Wunder, denn momentan läuft es prima für den 31 Jahre alten Kicker und seinen Club aus der Hafenstadt. Am Samstag steigt das Topspiel beim Tabellenführer FC Arsenal.

Lambert gab in dieser Saison mit 31 Jahren sein Debüt in Englands Nationalelf. Prompt erzielte er auch seinen ersten Treffer für die Three Lions. Mit Southampton steht er in der Premier League auf dem dritten Tabellenplatz. Nur drei Zähler hinter dem Spitzenreiter. Seit der deutsche Unternehmer Markus Liebherr den Verein 2009 gekauft und vor dem Ruin gerettet hat, geht es aufwärts mit den Saints.

Vor vier Jahren im Sommer war der Club in die dritte Liga abgestiegen. Der Insolvenzverwalter hatte bereits mehrfach mit dem Kopf geschüttelt. Plötzlich tauchte der deutsche Milliardär mit Wohnsitz in der Schweiz auf, der unter anderem mit Nutzfahrzeugen reich geworden ist. Er soll etwa 13 Millionen Euro hingeblättert haben. Heute dürfte der FC 150 Millionen wert sein.

Liebherr setzte den Italo-Schweizer Nicola Cortese als Vereins-Boss ein. Er hatte zuvor bei einer Bank in Genf reiche Sportler beraten. Für Southampton entwarf er einen Fünf-Jahres-Plan, an dessen Ende die Rückkehr ins Oberhaus stehen sollte. Dies gelang aber schon zwei Jahre früher. 2012 stieg der Club wieder in die Premier League auf. Liebherr erlebte das nicht mehr. Er starb 2010 im Alter von 62 Jahren. Seitdem gilt Tochter Katharina als Club-Besitzerin. Endgültig geklärt sind die neuen Besitzverhältnisse allerdings noch nicht. Die Präsidentenstelle ist vakant.

Liebherr genießt bei den Fans aber weiterhin hohes Ansehen. Er wird als Retter verehrt. Nach seinem Tod legten die Anhänger im Stadion Blumen, Trikots und Schweizer Fahnen nieder.

Cortese regiert den Club weiterhin zum Teil auf eigentümliche Weise. Legenden strich er die Gratis-Dauerkarte. Im vergangenen Winter entließ er Aufstiegsheld Nigel Adkins nach einem Sieg über Aston Villa und einem Remis beim FC Chelsea. "Ich will nicht erst fünf Spiele am Stück verlieren, bevor ich den Trainer rauswerfe - ich mache das lieber schon vorher", sagte er seinerzeit. Es folgte der Argentinier Mauricio Pochettino. Ein Glücksgriff.

Der in England unbekannte Coach führte den Vorjahres-14. in dieser Saison in die Spitzengruppe. Die Saints gewannen beim FC Liverpool, bei Meister Manchester United gab es immerhin ein Remis. Das Konzept, auf junge englische Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zu setzen, bereitet auf der Insel nicht nur Nationaltrainer Roy Hodgson große Freude. In Adam Lallana, Jay Rodriguez und Lambert ließ er kürzlich drei Spieler von Southampton debütieren.

Besonders Lambert steht stellvertretend für die Entwicklung in Southampton. Cortese verpflichtete den Stürmer 2009 für 1,2 Millionen Euro vom Drittligarivalen aus Bristol. Sein Marktwert dürfte sich mittlerweile beinahe verfünffacht haben. Southampton habe sein Leben verändert, sagt Lambert. Nachdem der Profi zwischenzeitlich in einer Rote-Beete-Fabrik Deckel auf Gläser geschraubt hatte, um sich über Wasser zu halten, ist er nun ein heißer WM-Kandidat.

Am Samstag will der Torjäger des einzigen Premier-League-Clubs in den Händen einer deutschen Familie ausgerechnet gegen die deutsche Fußball-Außenstelle auf der Insel für weiteren Aufschwung sorgen. "Es wird ein hartes Spiel. Wahrscheinlich unser schwerstes bis jetzt in der Saison", sagt Lambert. Im Falle eines Sieges weiß er immerhin schon, was er antworten wird, wenn er gefragt wird, wie es ihm geht.

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