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Taboga im Zuge des österreichischen Wettskandals festgenommen

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Fast 20 manipulierte Spiele  

Taboga im Zuge des österreichischen Wettskandals festgenommen

28.11.2013, 18:22 Uhr | dpa, sid

. Gegen Dominique Taboga wird wegen Betruges in Zusammenhang mit Spielmanipulationen ermittelt. (Quelle: imago/GEPA pictures)

Gegen Dominique Taboga wird wegen Betruges in Zusammenhang mit Spielmanipulationen ermittelt. (Quelle: GEPA pictures/imago)

Der Wettskandal im österreichischen Fußball weitet sich aus. 20 aktive oder ehemalige Spieler seien als Beschuldigte vernommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Salzburg mit. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen im Zeitraum von 2004 bis jetzt 17 bis 19 Spiele manipuliert worden sein. Unterdessen wurde mit Dominique Taboga derjenige Spieler festgenommen, der den Fall ins Rollen gebracht hatte.

Der ehemalige Akteur des SV Grödig hatte zunächst Anzeige wegen angeblicher Erpressung gestellt. Jetzt wird der 31-Jährige selbst der Spielmanipulation und des Wettbetrugs verdächtigt. Darüber hinaus soll Taboga 5000 Euro aus der Mannschaftskasse veruntreut haben.

In dem gesamten Fall gehe es um Millionenbeträge, so die Ermittler. Die unter Manipulationsverdacht stehenden Spiele wurden in der Bundesliga und der Ersten Liga ausgetragen. Größtenteils betroffen sind Partien von Grödig und dem SV Kapfenberg.

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Zentrum des Skandals in Albanien

20 Akteure aus Bundesliga, Erster Liga, Regional- und Landesliga wurden bisher verhört. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, waren auch drei Spieler von Grödig darunter. In Wien, Niederösterreich, Salzburg und Kärnten seien zudem Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Auch Tabogas Unterkunft soll durchsucht worden sein.

Zentrum des Skandals soll ein Wettkonsortium in der albanischen Hauptstadt Tirana sein. Gewettet wurde offenbar auf Endergebnisse, Elfmeter und Eckbälle. Bereits am vergangenen Freitag sind der Teammanager des Regionalligavereins Austria Klagenfurt sowie zwei Albaner aus Tirana wegen des Verdachts der Spielmanipulation in Untersuchungshaft genommen worden.

Bestrafung mit aller Härte angekündigt

Der Österreichische Fußball-Bund und die Bundesliga unterstützen das Bundeskriminalamt bei den Ermittlungen. "Das Durchgreifen des BKA wird seitens ÖFB und Bundesliga ausdrücklich begrüßt und in aller Form unterstützt", hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Bundesliga und ÖFB stellen in dem Schreiben klar, "dass, sobald Ermittlungsergebnisse eingesehen werden dürfen, nach Prüfung dieser umgehend verbandsrechtliche Verfahren eingeleitet werden. Unmissverständlich sei klargestellt, dass mögliche Vergehen mit aller Härte und Konsequenz bestraft gehören".

Ex-Nationalspieler bleibt in Haft

Taboga hatte bei der Polizei behauptet, er hätte ein Spiel manipulieren sollen, sich aber geweigert. Wegen des entgangenen Gewinns habe man ihn mit der Androhung von Gewalt gegen sich und seine Familie erpresst. Er habe "etwas unter 30.000 Euro" an seine Erpresser bezahlt, schilderte Taboga damals.

Im Zuge dessen waren der frühere Nationalspieler Sanel Kuljic und ein angeblicher Komplize festgenommen worden. Eine Haftprüfungsverhandlung ergab nun, dass beide einen weiteren Monat in Untersuchungshaft verbringen müssen. "Mein Mandant hat mit Wettbetrug nichts zu tun", wird der Anwalt von Kuljic in verschiedenen österreichischen Medien zitiert.

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