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Mieser Tag für Arsenal endet mit deutschem Streit

15.12.2013, 19:42 Uhr | dpa

Mieser Tag für Arsenal endet mit deutschem Streit. Per Mertesacker musste nach der Partie viel Dampf ablassen.

Per Mertesacker musste nach der Partie viel Dampf ablassen. Foto: Ciro Fusco. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Per Mertesacker war sauer. Nach der bitteren 3:6 (1:2)-Pleite bei Manchester City knöpfte sich der deutsche Fußball-Nationalspieler in Diensten des FC Arsenal Landsmann Mesut Özil vor.

Noch auf dem Rasen herrschte der Kapitän des Premier-League-Tabellenführers den Superstar mit erhobenem Zeigefinger und erbostem Gesichtsausdruck an, weil dieser es verpasst hatte, sich bei den mitgereisten Fans zu bedanken. "Ich bin noch immer wütend über diese Niederlage", schrieb Mertesacker am Samstagabend bei Facebook.

Die Konkurrenz nutzte die Gunst der Stunde. Der Tabellenzweite FC Liverpool (33 Punkte) deklassierte Tottenham Hotspur an der White Hart Lane mit 5:0 (2:0) und verkürzte den Rückstand auf den Spitzenreiter (35) auf zwei Zähler - genau wie der FC Chelsea (33) auf Rang drei durch das 2:1 (2:1) gegen Aufsteiger Crystal Palace. Manchester City (32) trennen auf Rang vier nur noch drei Punkte von Platz eins.

Für Liverpool, das ohne den verletzten Steven Gerrard angetreten war, trafen Ersatzkapitän Luis Suarez (18./84.), Jordan Henderson (40.), Jon Flanagan (75.) und Raheem Sterling (89.). Bei den Spurs wurde Lewis Holtby (30.) eingewechselt. Kumpel Andre Schürrle musste bei Chelsea bis zur 83. Minute auf seinen Einsatz warten. Torjäger Suarez hat nun bereits 17 Liga-Treffer auf seinem Konto - erzielt in elf Partien.

Ein Erfolgserlebnis gab es für Meister Manchester United. Nach vier sieglosen Spielen setzte sich der Titelverteidiger 3:0 (2:0) bei Aston Villa durch. Die Treffer erzielten Danny Welbeck (15./18.) und Tom Cleverly (52.). ManUnited steht mit 25 Punkten auf Platz acht.

Bei den Gunners lagen die Nerven nach dem dritten Spiel ohne Sieg binnen sieben Tagen blank. "Arsenals Saison stürzt ins Chaos. Der Club bezieht im Etihad Prügel. Wilshere zeigt den City-Fans den Finger, Mertesacker weist Özil zurecht, und Koscielny droht eine Pause", bilanzierte die "Sun". Gleich mehrere Medien wunderten sich über die Aussagen von Arsenal-Coach Arsène Wenger. Der Franzose hatte gesagt, dass der Gegner nicht unschlagbar und auch nicht besser gewesen sei als Everton oder Southampton. Die "Sun" urteilte daraufhin scharf: "Wenger hat den Überblick verloren."

Den Streit zwischen Mertesacker und Özil spielte der Coach herunter. "Das werden die Deutschen unter sich ausmachen", sagte er knapp. Per Facebook hat sich Özil mittlerweile bei den Fans entschuldigt: "Ich habe mich über das Ergebnis geärgert und weiß, dass ich zu euch hätte kommen und mich bedanken müssen". Die von den TV-Kameras eingefangene Geste von Wilshere wird wohl Folgen haben. Der englische Fußball-Verband FA wird über eine Sperre entscheiden.

ManCity verbuchte nach dem Champions-League-Erfolg beim FC Bayern den achten Sieg im achten Liga-Heimspiel und hat dabei bereits 35 Treffer erzielt - Rekord. Diesmal trafen Sergio Agüero (14.), Álvaro Negredo (39.), Fernandinho (50./88.), David Silva (66.) und Yaya Touré per Elfmeter in der Nachspielzeit. Für Arsenal erzielten Theo Walcott (31./63.) jeweils nach Özil-Vorarbeit und Mertesacker (90.) die Tore. "Jetzt haben wir aber neun Tage Zeit, um uns auf das Derby gegen Chelsea gut vorzubereiten. Das wollen wir unbedingt gewinnen", sagte Mertesacker.

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