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Gennaro Gattuso reagiert drastisch auf Manipulationsvorwürfe

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Nach Manipulationsvorwürfen  

Gattuso: "Wenn das bewiesen werden sollte, dann bringe ich mich um"

18.12.2013, 14:01 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Gennaro Gattuso reagiert drastisch auf Manipulationsvorwürfe. Gennaro Gattuso, Weltmeister von 2006, soll an Spielmanipulationen in Italiens Serie A beteiligt gewesen sein. (Quelle: imago/GEPA Pictures)

Gennaro Gattuso, Weltmeister von 2006, soll an Spielmanipulationen in Italiens Serie A beteiligt gewesen sein. (Quelle: GEPA Pictures/imago)

Italiens früherer Weltmeister Gennaro Gattuso hat im Rahmen auf die gegen ihn gerichteten Vorwürfe im Wettskandal mit drastischen Worten reagiert: "Nie, wirklich nie habe ich nur im Geringsten daran gedacht, ein Spiel zu manipulieren. Wenn das aber bewiesen werden sollte, dann werde ich auf die Piazza gehen - ich weiß, dass das hart klingt - und mich umbringen", sagte der 35-jährige ehemalige Mittelfeldspieler bei SkySport.

Der 73-malige Nationalspieler beteuert nach wie vor seine Unschuld und weist jegliche Beteiligung an Spielmanipulationen von sich. "Ich habe eine Stiftung für bedürftige Kinder gegründet, und man beschuldigt mich, Spiele zu manipulieren. Ich wäre wahnsinnig, wenn ich so etwas tun würde", sagte Gattuso und richtete einen Appell an die Justiz: "Ich hoffe, dass mich die Staatsanwälte so rasch wie möglich befragen, damit ich meine Position klären kann."

Verbandspräsident verteidigt Gattuso

Unterdessen nahm Giancarlo Abete, Präsident des italienischen Fußballverbandes, den Ex-Nationalspieler in Schutz. "Ich habe großes Vertrauen zu Gattuso. Ich kenne ihn und bin mir sicher, dass er aus dieser Sache herauskommt", sagte Abete der Nachrichtenagentur "Ansa". Gattuso räumte derweil ein, zu einem der Festgenommenen Kontakt gehabt zu haben, jedoch sei es dabei nie um die Manipulation von Spielen gegangen. "Es waren 13 SMS, auf die ich nie geantwortet habe."

Auch Lazio Rom im Fokus der Fahnder

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass in der "Calcioscommesse"-Affäre Ermittlungen gegen den Ex-Profi des AC Mailand sowie gegen seinen früheren Mannschaftskameraden Cristian Brocchi eingeleitet wurden. Beide sollen im Kontakt zu Francesco Bazzani gestanden haben, der als illegaler Vermittler Spiele für etwa 700.000 Euro zur Manipulation angeboten haben soll. "Die halbe Serie A kennt Bazzani. Er ist ein Freund, wie viele andere", betonte Gattuso.

Lazio Rom, Klub des deutschen Nationalspielers Miroslav Klose, bestritt Beziehungen zu Bazzani, der Kontakte zum Ex-Lazio-Spieler Brocchi hatte. Die Staatsanwälte von Cremona setzten derweil die Ermittlungen fort. Durchsucht wurde die Wohnung eines Nachwuchstrainers und eines Ex-Spielers des FC Bologna.

Bis zu 30 Partien sollen betroffen sein

Unter Manipulationsverdacht stehen laut Staatsanwaltschaft bis zu 30 Partien, die meisten davon in der höchsten italienischen Liga. Laut Medienberichten stehen mehrere Spiele zum Ende der Saison 2010/2011 im Visier der Ermittler, darunter drei Partien des AC Mailand. Auch weitere Klubs wie Inter Mailand und Rekordmeister Juventus Turin sollen betroffen sein. Dazu kommen zahlreiche weitere Partien in der Serie B und der Lega Pro, der dritten italienischen Liga.

In einer großangelegten Razzia wurden vier Verdächtige festgenommen, Gattusos Haus wurde laut Medienberichten durchsucht. "Es ist absurd und unglaublich. Ich weiß nicht, was man von mir will. Ich weiß nicht, was es bedeutet, ein Match zu manipulieren", sagte Gattuso. "Ich wüsste nicht einmal, wo man damit beginnen sollte."

Gattuso war zuletzt als Palermo-Trainer tätig

Gattuso hatte nach einer letzten Station als Spielertrainer des Schweizer Erstligisten FC Sion zu Saisonbeginn das Traineramt beim italienischen Serie-A-Absteiger US Palermo übernommen. Dort wurde der 35-Jährige nach sechs Spieltagen Ende September wegen der schwachen sportlichen Bilanz (sieben Punkte) entlassen. In der Serie A hatte er zuvor 13 Jahre lang für den AC Mailand gespielt.

Der italienische Fußball wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Enthüllungen über manipulierte Spiele und Wettbetrug erschüttert. Dutzende Verdächtige sind bislang festgenommen worden, zudem wurden mehrere Klubs mit Punktabzügen bestraft und Juventus Turin die beiden Meistertitel aus den Jahren 2005 und 2006 aberkannt. Zahlreiche Spieler sind wegen ihrer Beteiligung gesperrt worden.

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