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Udinese Calcio: Merkel will zurück in die Erfolgspur

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Toptalent jetzt Bankdrücker  

Merkel will zurück in die Erfolgspur

27.12.2013, 15:49 Uhr | t-online.de

Udinese Calcio: Merkel will zurück in die Erfolgspur . Alexander Merkel hofft auf ein gutes Jahr 2014. (Quelle: imago)

Alexander Merkel hofft auf ein gutes Jahr 2014. (Quelle: imago)

Von Johann Schicklinski

Es ist still geworden um Alexander Merkel. Was daran liegt, dass der Italien-Legionär, derzeit nur eine Nebenrolle spielt. "Ich kann nicht bestreiten, dass es sportlich besser sein könnte", gesteht Merkel im Gespräch mit t-online.de. Dabei schlägt der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler angesichts seiner Situation noch moderate Töne an, wie ein Blick auf die Statistik der bisherigen Saison beweist.

Bei Udinese Calcio hat es für Merkel in der laufenden Spielzeit weder für einen Platz in der Anfangs-Elf noch für einen Einsatz als Joker gereicht. Bei der Frage nach den Gründen für seinen Reservistenstatus ist er ratlos: "Das weiß ich ehrlich nicht. Ich trainiere engagiert und spiele gut bei meinen Testspieleinsätzen – das wird mir auch von außen immer wieder bestätigt."

"Der Trainer setzt nicht auf mich"

Bei Udine-Coach Francesco Guidolin spiele er eben derzeit keine Rolle, so Merkel lapidar: "Der Trainer setzt nicht auf mich. Warum, kann ich nicht sagen."

So weist der 21-Jährige nach einem halben Jahr in Udine eine traurige Bilanz auf: Lediglich einen Einsatz hat Merkel für den italienischen Traditionsklub vorzuweisen – mit der zweiten Mannschaft in der italienischen Liga "Primavera B".

Meister mit dem "Who’s who" des Weltfußballs

Das ist nicht der Anspruch des Mittelfeldspielers, der vor zweieinhalb Jahren für Furore gesorgt hatte. 2011 feierte Merkel als 19-Jähriger die italienische Meisterschaft mit dem AC Mailand und war auch hierzulande in aller Munde. Der Deutsche, der als 16-Jähriger den VfB Stuttgart verlassen und in Italien angeheuert hatte, kam in der damaligen Rückrunde immerhin sechs Mal für Milan zum Einsatz, galt als Top-Talent. Der Teenager, der zur damaligen Zeit im Star-Ensemble des italienischen Top-Klubs neben Größen wie Zlatan Ibrahimovic, Clarence Seedorf, Andrea Pirlo, Robinho oder Kevin-Prince Boateng auflief, schien vor einer glanzvollen Zukunft zu stehen.

Eine Erfahrung, von der Merkel auch heute noch zehrt: "In meiner Zeit bei Milan stand ich mit den ganz Großen täglich auf dem Trainingsplatz, ich habe dabei so viel gelernt und bin mit dem Team Meister geworden – das nimmt mir keiner mehr."

Spielpraxis in Genua

Danach ging seine Karriere allerdings nicht wie erhofft weiter. In der Saison 2011/2012 wurde er an den FC Genua ausgeliehen, kam in der Hinrunde immerhin zu 13 Einsätzen. Das Ziel, dem Youngster Spielpraxis durch die Leihe zu einem schwächeren Klub zu verschaffen, ging auf.

Im Winter holte ihn Milan dann zurück, Merkel schien bei dem italienischen Topklub auf einem guten Weg zu sein, doch dann verletzte er sich am Knie. Nach seiner Genesung schaffte er es nicht mehr in den Kader des AC.

In der Spielzeit 2012/2013 wurde er dann erneut an Genua ausgeliehen, elf Liga-Einsätze und ein Treffer lautete am Ende der Saison seine Bilanz. Danach lief sein Leihvertrag aus, beim AC Mailand sah Merkel keine großen Perspektiven. Deshalb wagte er im Sommer den Schritt nach Udine.

Eine nachvollziehbare Wahl, gibt der Verein aus dem Friaul doch als ideales Sprungbrett für Talente. Doch für Merkel entpuppte sich der Wechsel als falsche Entscheidung – möchte man zumindest als neutraler Beobachter meinen.

"Ich spiele viel zu wenig"

Eine Einschätzung, der Merkel allerdings energisch widerspricht. "Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber ich habe gar nicht das Gefühl, dass meine Entwicklung schlecht ist", beteuert er. "Klar ist: Ich spiele viel zu wenig und habe mich deshalb sicher nicht so gut und schnell weiterentwickelt, wie es vielleicht möglich gewesen wäre." Für den Mittelfeldspieler ist das allerdings kein Grund, an Aufgabe zu denken. "Ich bin erst 21 Jahre alt, es ist sicher noch nicht zu spät."

Auch seinen Wechsel nach Udine will Merkel noch nicht als Fehlentscheidung abtun. "Ich bereue den Schritt nicht. Udinese ist ein toller, sehr gut geführter Verein und Udine eine schöne kleine Stadt. Und auch hier habe ich einiges gelernt."

Dennoch ist die sportliche Situation für den Youngster natürlich unbefriedigend. Sollte sie sich nicht ändern, will er  - auch bereits für die Winterpause - nichts ausschließen: "Bisher gab es aus der Vereinsführung immer das Signal, dass ich nicht gehen darf. Aber auf der Bank nutze ich dem Klub ja auch nichts, deshalb mal schauen, ob sich noch etwas ändert."

Bundesliga ein Thema

Eine Rückkehr nach Deutschland wäre für ihn interessant, die Bundesliga nennt er eine „reizvolle“ Option. Aber Merkel ist nicht auf Deutschland oder Italien festgelegt. "Viele Länder, Ligen und Vereine sind interessant und spannend", sagt er. "Was dann im Endeffekt passt, kommt auf die konkrete Situation und den jeweiligen Verein an."

Ob in Udine oder anderswo – 2014 sieht Merkel voller Vorfreude entgegen. Das abgelaufene Jahr hat er innerlich bereits abgehakt. "Es nutzt ja nichts, sich zu beschweren und den Kopf hängen zu lassen. Das fällt nicht immer leicht, aber es geht schon", gesteht der 21-Jährige.

Merkel ist hochmotiviert und brennt darauf, zu spielen. Getreu seiner Devise: "Nie aufgeben, mit Vollgas trainieren und versuchen, mich so aufzudrängen.“ Damit er möglichst bald wieder eine Hauptrolle einnehmen kann.

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