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FC Málaga im Umbruch - die schwierige Aufgabe des Bernd S.

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FC Málaga im Umbruch  

Die schwierige Aufgabe des Bernd S.

30.12.2013, 21:49 Uhr | t-online.de

FC Málaga im Umbruch - die schwierige Aufgabe des Bernd S.. Bernd Schuster hat beim FC Málaga keine leichte Aufgabe. (Quelle: imago)

Bernd Schuster hat beim FC Málaga keine leichte Aufgabe. (Quelle: imago)

Aus Spanien berichtet Florian Haupt

Über die Feiertage wehte wieder ein Hauch des alten Málaga über die Costa del Sol. Der letztjährige Champions-League-Viertelfinalist, so die Nachricht, steht kurz vor der Verpflichtung von José Ernesto Sosa. Das ist jener argentinische Mittelfeldspieler, der einst beim FC Bayern wegen seiner Dynamik als Nachfolger von Sebastian Deisler vorgestellt wurde wurde und dann tatsächlich in München ebenfalls scheiterte, ehe er in der Ukraine bei Metalist Charkow doch noch sein Glück fand.

Sosa wechselte letztendlich nun zwar zu Atletico Madrid. Aber der 28-Jährige passt in das Beuteschema, für das der Verein von der Sonnenküste in den letzten Jahren bekannt war und mit dem er gegen Borussia Dortmund um ein Haar und eine Abseitsentscheidung ins Halbfinale der Königsklasse eingezogen wäre. Das Rückgrat dieser Elf bildeten gestandene Spieler mit gutem Namen, tendenziell bereits im letzten Drittel ihrer Karriere. Profis wie Martín Demichelis, Jérémy Toulalan, Julio Baptista, Javier Saviola, Joaquín oder Roque Santa Cruz, verpflichtet mit den Millionen des Scheichs Abdullah ben Nasser Al Thani aus Katar.

Geldgeber verliert das Interesse

Aber dieses "alte" Málaga gibt es nicht mehr. Jedenfalls wenn man darunter das Málaga versteht, das im oberen Ligadrittel und im Europapokal spielte. Das letztlich nur ein flüchtiges Intermezzo war, denn schon nach drei Jahren verlor Al Thani aus immer noch nicht ganz geklärten Gründen – offenbar mangelnde Hilfsbereitschaft der Behörden bei geplanten Investments an der Costa del Sol – die Lust an der Subvention von Kickerbeinen.

Der Klub gehört ihm noch, aber dennoch ist jetzt ein neues Málaga angesagt, das gleichbedeutend ist mit dem alten der übrigen 106 Jahre Klubgeschichte: Eines, das eher gegen den Abstieg spielt als in Europa.

Etat um mehr als 100 Millionen Euro reduziert

Viele Stars sind in der Vergangenheit gegangen mit Ausnahme des verletzungsanfälligen Santa Cruz. Derart abrupt fuhr der Scheich seit 2012 seine Zuwendungen zurück, dass die UEFA dem Ligasechsten der Saison 2012/13 wegen nicht gedeckter Schulden den Start in der Europa League untersagte.

Die finanzielle Lage ist mittlerweile stabil – dank der Champions-League-Einnahmen und einer bescheidenen Gehaltsliste. Auf 42 Millionen Euro beläuft sich der Etat für die kommende Saison, soeben verabschiedet – in der Spielzeit 2011/2012 waren es noch 150 Millionen. Weniger Geld, weniger Ruhm: Dem Verein droht der Rückfall in die Anonymität, und damit muss man sich erst mal arrangieren nach Champions League und sonstigen Fußballfesten.

Schuster sucht nach der richtigen Mischung

Das spürt natürlich auch Bernd Schuster, der den Übergang zwischen den fetten und den voraussichtlich mageren Jahren auf sportlicher Seite moderieren soll. Der deutsche Trainer war seit längerer Zeit ohne Job, nur ein kurzes Engagement in der Türkei bei Besiktas überbrückte das lange Warten seit seinem Rauswurf 2008 von Real Madrid. Schuster kam das Angebot von der Costa del Sol also nicht nur wegen seiner Golfleidenschaft gelegen. Und irgendwo ist das Ganze ja auch eine Herausforderung.

Elf Spieler gingen, elf neue kamen, der bekannteste unter ihnen ist noch Mounir El Hamdaoui, marokkanischer Nationalspieler, ausgeliehen vom AC Florenz. Allerdings lässt er es sich in seiner neuen Heimat wohl etwas zu gut gehen. "Wenn er wieder spielen will, muss er abnehmen", beschied Schuster jüngst. Als Bester der Neuen hat sich unterdessen Sergi Darder herausgestellt, ein 19-jähriger Mittelfeldspieler aus der eigenen Jugend. Schuster arbeitet an der idealen Mischung aus Talenten, Fahrensmännern und den verbliebenen Routiniers der glorreichen Tage wie Torwart Willy Caballero oder den Portugiesen Duda, Eliseu und Antunes.

Der Trend ist positiv

Dass seine Mannschaft das Publikum sofort zu Jubelstürmen hinreißen würde, hat er wohl kaum erwartet. Dass es so schwer werden würde, aber vielleicht auch nicht. Zu diversen Anlässen bekam der Deutsche von den Fans bereits lautstark mitgeteilt, er möge doch bitte seinen Hut nehmen. Besonders prekär war die Lage Ende November, als Málaga nur noch ein Punkt von den Abstiegsrängen trennte. Sieben Punkte in drei Ligapartien seitdem haben die Gemüter etwas beruhigt, auch wenn zwischenzeitlich eine 3:0-Führung im Königspokal gegen Osasuna vergeigt wurde und im Rückspiel ein Eigentor das Ausscheiden bedeutete.

"Die Tendenz stimmt, das spürt man in der täglichen Arbeit, die Eindrücke werden besser und die Leute sind positiver", sagte Schuster zuletzt. Ein, zwei gute Transfers jetzt im Winter, dazu stabile Resultate und er hätte das Gröbste wohl überstanden. Im Klub genießt er ohnehin Vertrauen, man hat ihn mit einem Fünfjahresvertrag ausgerüstet. Und die Anhänger werden vielleicht eines Tages würdigen, dass "wir ihnen keine heiße Luft verkaufen", wie er sagt: "Seit dem ersten Tag haben wir gepredigt, dass es ein sehr schwieriges Jahr werden würde. So ist es gekommen."

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