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Nach "Quenelle"-Eklat: Anelka will auf umstrittenen Torjubel verzichten

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Nach "Quenelle"-Eklat  

Anelka will auf umstrittenen Torjubel verzichten

30.12.2013, 22:55 Uhr | sid, dpa

Nach "Quenelle"-Eklat: Anelka will auf umstrittenen Torjubel verzichten. Nicolas Anelka erzielte gegen West Ham einen Doppelpack. Sein Torjubel wirft jedoch Fragen auf. (Quelle: imago)

Diese Geste von Nicolas Anelka kostet dessen Klub West Bromwich Albion den Hauptsponsor. (Quelle: imago)

Der französische Fußball-Profi Nicolas Anelka vom englischen Premier-League-Klub West Bromwich Albion will künftig auf die umstrittene "Quenelle"-Geste beim Torjubel verzichten. Der 34-Jährige habe einer entsprechenden Forderung seines Klubs zugestimmt, teilte WBA mit.

Anelka hatte beim 3:3 bei West Ham United den ersten seiner zwei Treffer mit dem "Quenelle"-Gruß des umstrittenen Komikers Dieudonné gefeiert und damit vor allem in Frankreich einen Sturm der Entrüstung entfacht.

Auch NBA-Star Parker bedient sich des umstrittenen Grußes

Die Geste des ehemaligen Nationalstürmers - die linke Hand auf dem rechten durchgestreckten Arm - gilt in Frankreich als ein "verdeckter" oder "umgekehrter Nazigruß". Sportministerin Valérie Fourneyron hatte von einer "schockierenden, ekelerregenden Provokation" gesprochen. Auf einem Fußballplatz hätten Anstiftung zum Hass und Antisemitismus nichts zu suchen. Der englische Fußball-Verband hat bereits Ermittlungen wegen des Vorfalls eingeleitet.

Der Eklat um Anelka hat auch NBA-Superstar Tony Parker in Erklärungsnot gebracht. Ein vor drei Jahren aufgenommenes Foto zeigt den Basketballer von den San Antonio Spurs aus der nordamerikanischen Profiliga beim Jubel mit dem umstrittenen "Quenelle"-Gruß.

Weitere Sportler betroffen

Parker, Frankreichs Sportler des Jahres, entschuldigte sich umgehend. "Seit ich mir über die Ernsthaftigkeit dieser Geste bewusst bin, werde ich diese nicht wieder zeigen und entschuldige mich zutiefst für jegliches Missverständnis oder jeden Schaden, den ich mit meinen Handlungen verursacht habe", sagte Parker in einer Stellungnahme. Zuvor hatte Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center Parker für die "abscheuliche und gefährliche" Geste verurteilt und zu einer Entschuldigung aufgefordert.

Neben Parker wurden weitere französische Sportstars wie Judo-Olympiasieger Teddy Riner oder Fußball-Nationalspieler Samir Nasri über alte Fotos mit der Geste in Verbindung gebracht.

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