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Manchester United: Elfmeter waren "beschämend, erbärmlich, entsetzlich"

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Manchesters Elfmeter-Desaster  

"Beschämend, erbärmlich, entsetzlich"

23.01.2014, 14:24 Uhr | dpa, sid

Manchester United: Elfmeter waren "beschämend, erbärmlich, entsetzlich". Peinliches Aus im Ligapokal: Der Fall von Manchester United geht weiter. (Quelle: AP/dpa)

Peinliches Aus im Ligapokal: Der Fall von Manchester United geht weiter. (Quelle: AP/dpa)

Der selbsternannte Elfmeter-Experte David Moyes schlich nach dem selbst für englische Verhältnisse peinlichen "Shootout" wie ein geprügelter Hund vom Rasen des altehrwürdigen Old Trafford. "Unsere Elfmeter", gab der Trainer des englischen Rekordmeisters Manchester United nach dem Aus im Halbfinale des Ligapokals gegen den AFC Sunderland zu, "waren schrecklich, wirklich mies!" Einen einzigen Treffer brachte United im Elfmeterschießen bei fünf Versuchen zustande. Nach einer Serie von Pleiten, Pech und Pannen stand ein 1:2 gegen den Tabellen-Vorletzten der Premier League. (Manchester United: Das schwere Erbe von Alex Ferguson)

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"War es das schlechteste Elfmeterschießen der Geschichte?", fragte die Presse tags darauf spöttisch. Das vielleicht nicht, aber es gehört unbestritten zu den torärmsten. Ähnlich ungeschickt stellte sich die Schweiz beim 0:3 im Elfmeterschießen des WM-Achtelfinals 2006 gegen die Ukraine an. Sogar nur zwei Treffer fielen vom Punkt aus als der FC Barcelona gegen Steaua Bukarest im Endspiel um den Europapokal der Landesmeister die Elfer-Lotterie mit 0:2 verlor.

Viel Häme von der englischen Presse

Noch schlimmer, spottete der "Guardian", seien nur alle Elfmeterschießen mit Beteiligung der englischen Nationalmannschaft gewesen (mit Ausahme des einziges Sieges 1996 im Viertelfinale der EM gegen Spanien). "Beschämend, erbärmlich, entsetzlich", ätzte die "Daily Mail". Als Moyes den Platz verließ, habe er ausgesehen wie ein "gebrochener" Mann. Dabei hatte Moyes in einem Artikel ("How to win a shootout") für die "Sunday Times" vor knapp vier Jahren noch versucht zu erklären, wie man das englische Trauma besiegt. Seine Handlungsanweisung: Üben im Training, gute Vorbereitung auf den Gegner, den Spielern ein gutes Gefühl geben, ein klarer Plan. Aber schon damals gab er zu: "Ich bin nicht der Guru!"

Als Coach von Everton hatte er zwei von drei Elfmeterschießen gewonnen (einmal gegen United), als Spieler war er nur an einem einzigen beteiligt: Mit den Bristol Rovers verlor Moyes 1987 das Finale der Football League Trophy, eines unterklassigen Pokalwettbewerbs, mit 4:5. Verantwortlich für die Niederlage: Fehlschütze Moyes.

Schwerster Schlag für Moyes

Nach Toren von Jonny Evans (37.) und Javier Hernandez (120.+1) und dem Gegentreffer durch Phillip Bardsley (119.) hatte Manchester das 1:2 aus dem Hinspiel wettgemacht. Doch im Elfmeterschießen traf dann nur Darren Fletcher für United. Danny Welbeck und Phil Jones verfehlten das Ziel, Adnan Januzaj und Rafael da Silva scheiterten an Torwart Vito Mannone. Moyes betonte, die Vorstellung in den 120 Minuten zuvor habe ihn "mehr enttäuscht" als das geplatzte Finale gegen Lokalrivale City am 2. März: "Man darf Besseres erwarten, schließlich hatten wir eine Menge Nationalspieler auf dem Platz." Auf die Frage, ob die Niederlage der schwerste Schlag in seiner Zeit in Manchester gewesen sei, antwortete er: "Ja."

Nach dem frühen Aus im FA Cup und der Pleitenserie in der Liga, in der United 14 Punkte hinter Spitzenreiter FC Arsenal nur Platz sieben belegt, bleibt Manchester die Champions League als letzte, vage Hoffnung auf einen Titel. Einer, der weiß wie es geht, verstärkt die Red Devils ab sofort: Vom FC Chelsea kommt der Spanier Juan Mata für die Klub-Rekordsumme von 45 Millionen Euro Ablöse. Mata gewann 2012 die Königsklasse gegen Bayern München - im Elfmeterschießen. Als einziger Blauer verschoss damals allerdings, genau: Mata.

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