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FC Barcelona: Sandro Rosell tritt wegen Neymar-Ärger zurück

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Wirbel um Ablösesumme  

Barca-Präsident stolpert über den Neymar-Transfer

24.01.2014, 09:00 Uhr | dpa

FC Barcelona: Sandro Rosell tritt wegen Neymar-Ärger zurück. Da war die Welt noch in Ordnung: Barcelonas Präsident Sandro Rosell begrüßt Neuzugang Neymar. (Quelle: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Da war die Welt noch in Ordnung: Barcelonas Präsident Sandro Rosell begrüßt Neuzugang Neymar. (Quelle: imago/Cordon Press/Miguelez Sports)

Der Präsident des FC Barcelona, Sandro Rosell, hat aufgrund des Wirbels um den Neymar-Transfer seinen Rücktritt erklärt. Sein Amtsverzicht sei unwiderruflich, sagte der Klubchef des spanischen Fußballmeisters. Seine Nachfolge habe mit sofortiger Wirkung der bisherige Vizepräsident Josep Maria Bartomeu angetreten.

Rosell zog damit die Konsequenzen aus der Affäre um die Verpflichtung des brasilianischen Stars Neymar im vorigen Sommer. Ein Madrider Ermittlungsrichter hatte das Klagegesuch eines Barça-Mitglieds zugelassen und Ermittlungen gegen Rosell eingeleitet. Nach Ansicht des Juristen besteht der Verdacht, dass beim Transfer Neymars vom FC Santos mehr Geld geflossen sein könnte als offiziell angegeben. Rosell hatte dies stets bestritten.

"Die Verpflichtung war korrekt", sagte er. "Ich will mit meinem Rücktritt verhindern, dass das Ansehen des Vereins durch ungerechtfertigte Angriffe geschädigt wird." Rosell hatte den Vereinsvorstand am Abend zu einer Sondersitzung zusammengerufen, um die Mitglieder von seinem Rücktritt zu informieren. Nachfolger Bartomeu betonte, der Vorstand habe die Entscheidung bedauert.

Rosell: "Gegen keine Gesetze verstoßen"

Das Klagegesuch hatte sich allein gegen Rosell, nicht aber gegen den Verein gerichtet. Der Kläger hatte dies damit begründet, dass er dem Klub keinen Schaden zufügen wolle. Rosell hatte wiederholt betont, dass Barça der Neymar-Transfer vom FC Santos 57,1 Millionen Euro gekostet habe und dass dabei gegen keine Gesetze verstoßen worden sei.

Bei seinem Rücktritt dürfte eine Rolle gespielt haben, dass die Zulassung der Klage wohl nur der Beginn eines langen Rechtsstreits sein dürfte. Rosell wollte verhindern, dass der Verein damit in Verbindung gebracht wird.

Er war 2010 mit großer Mehrheit zum Barça-Präsidenten gewählt worden. Die Fußballer konnten unter seiner Präsidentschaft an die Erfolge anknüpfen, die sie unter dem Vorgänger Joan Laporta erzielt hatten. Allerdings wurde Rosell nachgesagt, dass seine Beziehungen zum damaligen Erfolgstrainer Pep Guardiola - jetzt bei Bayern München - nicht spannungsfrei gewesen seien. Zudem überwarf er sich mit Johan Cruyff, der grauen Eminenz bei den Katalanen. Er entzog dem Niederländer das Amt des Ehrenpräsidenten und begründete dies damit, dass ein solcher Posten in den Satzungen nicht vorgesehen sei.

Nicht erwünschte "Grauzonen"

Unterdessen hat die FIFA signalisiert, künftig bei Spielertransfers als Mediator zu fungieren. Der Fußball-Weltverband könnte sich vorstellen, dass die Gelder über ihn fließen und diese dann an die Beteiligten weitergegeben werden, erklärte Generalsekretär Jermme Valcke in Rio de Janeiro. Das wäre aus Sicht der FIFA die beste Lösung.

Denn ohne totale Kontrolle gebe es Parteien, die Teil des Transfers seien, ohne aber direkt beteiligt zu sein. Dadurch entstünden "Grauzonen", die Raum schafften für die Dinge, die nicht wünschenswert seien.

FIFA arbeitet bereits an Lösung

Doch Valcke ist sich auch der Probleme bei der Umsetzung bewusst: "Das geht derzeit nicht, weil wir keine Bank sind, und auch keine sein können."

Aber die Rechtsabteilung der FIFA arbeitet schon an einer Lösung. "Es muss etwas getan werden, um Transfers total transparent zu machen. Ich hoffe, dass wir zum nächsten FIFA-Kongress oder spätestens 2015 irgendeine Lösung für dieses Problem haben", sagte Valcke.

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